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HANDELSBLATT, Montag, 19. November 2007, 13:50 Uhr
Bald mit Start-Stopp-Technik?

Ferrari will seinen Boliden das Saufen abgewöhnen

Ferrari will den Schadstoffausstoß seiner Autos drastisch herunterfahren. „Wir wollen den Spritverbrauch der Autos bis 2012 um 40 Prozent senken“, kündigte der Geschäftsführer des italienischen Sportwagenbauers, Amedeo Felisa, auf dem Reuters Auto Summit, einem Branchentreffen mit hochrangigen Automanagern, am Montag in Frankfurt an.


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HB FRANKFURT. Der Kohlendioxidausstoß von neuen Ferraris soll im Schnitt auf unter 300 Gramm pro Kilometer von derzeit 400 Gramm schrumpfen.

Den von der EU-Kommission geplanten Grenzwert von 120 Gramm Kohlendioxid je Kilometer, würden der zum italienischen Fiat-Konzern gehörende Sportwagenbauer trotzdem deutlich verfehlen. Andere Hersteller schneller Flitzer haben das gleiche Problem. Porsche will den Schadstoffausstoß bis 2012 um 20 Prozent senken. Die Autos aus Stuttgart stoßen zumeist weniger als 300 Gramm pro Kilometer aus.

Bald mit Start-Stopp-Technik?

Erreichen will Ferrari das Ziel durch den Einsatz neuer Antriebstechnik, eine kompaktere Bauweise sowie durch leichtere Materialien. Dabei soll die Start-Stopp-Technik zum Einsatz kommen, die schon von anderen Autobauern genutzt wird, um den Motor etwa an Ampeln automatisch abzuschalten. „Wir wollen die Effizienz der Autos steigern“, betonte Felisa. Der Charakter der Sportwagen mit sehr hoher Leistung für besonders betuchte Kunden solle dabei nicht leiden, versprach er.


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Ferrari will in diesem Jahr mehr als 6 000 (Vorjahr: 5 600) Wagen weltweit losschlagen. In den ersten neun Monaten waren es bereits knapp 4 900. Auch in den kommenden Jahren soll der Absatz in einer Größenordnung zwischen fünf und zehn Prozent steigen.

Sorgen über ein Abflauen der Konjunktur wegen der Hypothekenkrise in den USA machen sich die Italiener nicht. „Wenn es nur eine Finanzkrise bleibt, sind wir wahrscheinlich nicht davon betroffen“, sagte Felisa. „Heute gibt es genug Geld in der Welt, um die Autos zu kaufen, die alle Akteure auf den Markt bringen.“ Das könne sich allerdings ändern, wenn die Krise das Wirtschaftswachstum drücken sollte.


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