Auch Abkürzungen machen Autokäufern das Leben schwer, klagt Manfred Gotta aus Baden-Baden, der als professioneller Taufpate schon hunderten Produkten und Funktionen Namen gegeben hat. „Abkürzungen sind dann in Ordnung, wenn sie etwas Erstmaliges und Einmaliges bezeichnen“, sagt Gotta und nennt als Beispiel das Kürzel ABS für das Anti-Blockier-System. „Das war neu, das kannte keiner, und das ist heute so fest etabliert, dass eine andere Bezeichnung ohnehin keine Chance mehr hätte.“ Doch Bezeichnungen wie PCCB für die Keramikbremse bei Porsche zum Beispiel hält er für schwer vermittelbar.
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Mit der richtigen Bezeichnung könnte man in manchen Fällen mehr erreichen könnte, bestätigt Hans-Georg Marmit von der Sachverständigenorganisation KÜS im saarländischen Losheim am See. „Dass das elektronische Stabilitätsprogramm bei vielen Autofahrer noch immer unbekannt ist, liegt auch daran, dass es bei jedem Autohersteller anders heißt.“
Auch Zahlen sagen nicht die ganze Wahrheit
Auch die Vermutung, dass den Autoherstellern mit Zahlen gelingt, woran sie mit Worten gelegentlich scheitern, ist übertrieben optimistisch. Nicht immer bedeuten die Ziffern am Heck das, was man hinter ihnen vermutet. So hat ein Mercedes SLK 200 Kompressor eben nicht 2,0 sondern nur 1,8 Liter Hubraum. Während sie dort übertreiben, stapeln die Schwaben bei der S-Klasse freiwillig tief und führen die Version mit einem 5,5 Liter großen V8-Motor lediglich als S 500. Bei BMW ist das nicht anders: Der 535d hat nur 3,0 Liter Hubraum und der 550i muss mit 4,8 Litern auskommen.
