Saarlouis, 1970 von Henry Ford II. eröffnet, gilt nach der Branchenbibel "Harbour Report" als eine der produktivsten Autofabriken in Europa. Nach den Modellen C-Max, Focus und der Sportvariante Focus ST ist der Kuga bereits der vierte Modellanlauf in 14 Monaten. "Wir haben jetzt sicher eine Grenze erreicht", sagt Fertigungschef Dirk Heller.
Saarlouis ist innerhalb des Ford-Produktionsverbundes verantwortlich für die kompakte Focus-Plattform. Der Focus tritt gegen Volkswagens Golf und Opels Astra an. Von den gut 5 000 Einzelteilen des Kuga wurden 1 000 neu konzipiert. Neben dem Einbau des ersten Allradantriebs auf der Focus-Plattform werden auch erstmals sämtliche Türen, die Motorhaube und die Heckklappe in einem durchgehenden Prozess hergestellt.
Damit nichts schief geht, wurde eine Spezialistengruppe zur Vorbereitung des Modellanlaufes freigestellt. Geleitet wird sie von Rainer Höhner, dessen Visitenkarte den Titel "Launch-Manager" trägt. Der Vorlauf ist lang. "Den ersten Kuga haben wir bereits vor gut einem Jahr gebaut - als ersten Protoypen auf der Original-Produktionslinie", sagt Höhner.
Jeder Montageschritt wird genau dokumentiert und detailliert beschrieben. "Die Anweisungen müssen unmissverständlich sein. Dann heißt es etwa: Nimm diese Schraube mit der linken Hand", erläutert Höhner.
Das System baut auf Henry Fords Ideen aus den 30er-Jahren aus. Die hat der japanische Branchenprimus Toyota übernommen und zu seinem berühmten Produktionssystem verfeinert - und von dort hat sich Ford Anregungen geholt.
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