Der Auto Club Europa (ACE) forderte die Bundesregierung zum Einschreiten auf. ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner sagte der Nachrichtenagentur AP: „Während sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Karlspreis für erfolgreiches EU-Krisenmanagement auszeichnen lässt, duckt sich die gesamte Bundesregierung beim krisenhaften Anstieg der Kraftstoffpreise einfach weg.“ Über die erhöhte Mehrwertsteuer bei jedem verkauften Liter Sprit profitiere der Staat.
Der Sprecher sagte: „Ölwirtschaft und Fiskus können offenbar den Hals nicht voll genug kriegen.“ In Anbetracht aktuell weltweit sinkender Rohölpreise hätten Autofahrer auch keinerlei Verständnis dafür, dass die Kraftstoffpreise hier zur selben Zeit explodierten. „Wir verlangen die Wiedereinführung der vollen Pendlerpauschale zur Entlastung der Arbeitnehmer, die aufs Auto angewiesen sind.“ Der ACE forderte Autofahrer auf, Markentankstellen, „die sich als Preistreiber einen zweifelhaften Ruf erworben haben“, zum Tanken nicht mehr anzusteuern.
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Angesichts der hohen Spritpreise forderte der FDP-Finanzexperte Hermann Otto Solms Steuerentlastungen. Solms sagte dem Radiosender MDR-Info: „Entweder man reduziert die Umsatzsteuer - oder man setzt die Ökosteuer aus, was ich eigentlich für das Beste hielte.“ Die meisten Menschen seien auf ihr Auto angewiesen. Deswegen müsse der Staat bei den gegenwärtigen hohen Preisen „seine Ansprüche zurücknehmen“.
