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HANDELSBLATT, Mittwoch, 13. Februar 2008, 09:25 Uhr
Auto-Test

Audi A3 Cabrio: Mit Stoffmütze statt Stahlhelm

An offenen Autos herrscht gerade in der Kompaktklasse kein Mangel. Doch nachdem früher das mit Stoff gedeckte Golf Cabrio den Markt dominiert hatte, gab es in diesem Segment zuletzt fast ausschließlich Cabrio-Coupés.



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Bild vergrößern Dank Stoffdach ist der A3 vergleichsweise leicht - das merkt man besonders bei sportlicher Kurvenfahrt. (Bild: Audi)

dpa-infocom HAMBURG. Ihre versenkbaren Hardtops sollten sie uneingeschränkt sommer- wie wintertauglich machen. Jetzt setzt Audi aber einem Kompakten wieder eine Stoffmütze auf und bringt im März zu Preisen ab 27 950 Euro das A3 Cabrio auf den Markt. Die Wahl von Stoff statt Stahl hat viele Vorteile: Weil sich das Dach trotz seines großen Formats überraschend klein hinter der Rückbank zusammenfalten lässt, braucht der A3 anders als viele Konkurrenten keinen riesigen Blechkasten am Heck. Stattdessen darf er seinen kurzen und knappen Abschluss behalten.

Schick und stimmig von allen Seiten

Egal aus welcher Perspektive man ihn betrachtet, der Wagen sieht schick und stimmig aus. Außerdem spart die Konstruktion Platz im Kofferraum: Mit offenen wie geschlossenem Verdeck fasst er 260 Liter. Und weil Cabrios in dieser Klasse oft das einzige Auto im Haushalt sind und deshalb auch praktisch sein sollten, kann man die Rückbank umklappen und den Stauraum dadurch auf 674 Liter erweitern. Für wirklich viel Beinfreiheit reicht es im Fond Erwachsenen zwar nicht, doch lässt sich dort auf diese Weise immerhin sogar ein Mountainbike unterbringen.

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Wind und Wetter bleiben draußen

Die möglichen Komfortvorteile eines massiven Faltverdecks kontert Audi mit einer aufwendigen Stoffhaube. Vor allem das knapp 800 Euro teure Akustikverdeck steht den Hardtops in nichts nach: Mit einer zusätzliche Lage gedämmt, hört man bei geschlossenem Dach zum normalen A3 keinen Unterschied. Gegen Wind und Temperaturschwankungen ist das Verdeck perfekt isoliert, und für die Bedienung reichen ein Knopfdruck und neun Sekunden Geduld - dann gibt der A3 selbst bei langsamer Fahrt den Blick zum Himmel frei. Das Standardverdeck ist zwar nicht ganz so dick gefüttert, funktioniert aber immerhin halbautomatisch: Ist der Zentralverschluss am Spiegel erst einmal geöffnet, übernehmen den Rest auch hier zwei Hydraulikzylinder. Und damit der Wind auch richtig hineinwehen kann, gibt es in der Armlehne einen zentralen Schalter, mit dem alle Fenster auf einmal abtauchen.

Leises Lüftchen im Auge des Orkans

Lässt man die Fenster allerdings geschlossen und klappt hinter den Kopfstützen das Windschott nach oben, sitzt man im A3 wie auf einer Sonnenterrasse im Windschatten. Nur ein leises Lüftchen spielt mit den Locken, während das Cabrio gemächlich über den Boulevard zuckelt. Dabei wirkt der Wagen ausgesprochen stabil und solide. Obwohl Audi beim Gewicht gespart hat, ist die Karosserie sehr steif und lässt sich auch auf schlechten Straßen kein Knarzen und Knacken entlocken.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Leuchten machen den Wagen unverwechselbar


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