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HANDELSBLATT, Donnerstag, 10. April 2008, 08:00 Uhr
Das Design ist offensiv, aber nicht aggressiv

Mazda6 Kombi: Lademeister mit „Sechs“-Appeal

Mazda bringt mehr „Sechs“-Appeal in die Mittelklasse und will die Kunden nicht mehr allein mit vernünftigen Argumenten gewinnen. Für die zweite Generation des Mazda sechs zählt deshalb nicht mehr nur noch größer, solider, besser und sparsamer. Die neuen Modelle sind jetzt auch eleganter, leidenschaftlicher und rundherum ansprechender geworden.



Mazda sechs Kombi 1
Bild vergrößern Mit einem Gardemaß von 4,78 Metern überragt der Mazda sechs in der Kombiversion viele Mitbewerber. (Bild: Mazda)

dpa-infocom HAMBURG. Dass sich Vernunft und Vergnügen aber nicht ausschließen, beweisen die Japaner vor allem mit dem Kombi und dem Dieselmotor, die seit April die Modellfamilie komplett machen. Wie alle Karosserievarianten ist auch der Kombi beim Generationswechsel noch einmal gewachsen. Er legt in der Länge um acht und im Radstand um fünf Zentimeter zu und bietet deshalb mehr Platz auf allen Plätzen. Außerdem überragt er mit einem Gardemaß von 4,78 Metern nicht nur die meisten Wettbewerber, sondern ist auch drei Zentimeter länger als Limousine und Fließheck. Dazu gibt es ein kraftvolles Design: Aus dem Biedermann von einst wird ein forscher und selbstbewusster Wagen, der mit größerem Grill und neuen Scheinwerfern offensiv, aber nicht aggressiv in die Zukunft blickt. An der Flanke geben dem Kombi muskulöse Radläufe, die ansteigende Gürtellinie, das sanft abfallende Dach und das geschwungene Fensterband einen sportlichen Anstrich. Von hinten lässt er mit seiner großen Klappe keinen Zweifel an den Nehmerqualitäten.

Mehr Stauraum als der Branchenprimus

Mit einem Fassungsvermögen von 519 Litern bietet er bei aufrechtstehender Rückbank deutlich mehr Ladevolumen als die sogenannten Premiumkombis aus Deutschland. Und als Zweisitzer fährt er mit 1 751 Litern sogar dem Branchenprimus VW Passat davon. Doch es ist nicht allein das Platzangebot, das den Mazda6 auszeichnet. Es sind auch ein paar pfiffige Details, die den Umgang mit ihm erleichtern: Zwar kann man nicht den Beifahrersitz umlegen oder die Heckscheibe separat öffnen. Doch muss man dank einer ausgeklügelten Mechanik nur mit dem kleinen Finger an einem Hebel im Kofferraum ziehen, damit die einzelnen Elemente der asymmetrisch geteilten Rückbank in sich zusammensinken und einen nahezu ebenen Ladeboden von knapp zwei Metern Länge erzeugen. Und der ewige Kampf mit der Gepäckraumabdeckung ist auch vorbei: Sie ist fest eingebaut und schwingt automatisch auf, wenn der Kofferraum geöffnet wird. Braucht man die volle Ladehöhe, kann sie auch in einem maßgeschneiderten Unterbodenfach verstaut werden.

Bordcomputer wie aus den Kindertagen der Digitaluhr

Aber Mazda hat bei der Modellpflege auch den Innenraum flottgemacht. Dabei wurde das Interieur zwar aufwendig gestaltet. Die Bedienung ist logisch und mit einem neuen Multifunktionslenkrad ein Kinderspiel. Und auch die Instrumentenbeleuchtung, die den Fahrer willkommen heißt, ist eine schöne Idee. Doch nach drei, vier Mal wirkt die Lichtorgel etwas albern, und an den blauen Ringen um die Instrumente hat man sich schnell sattgesehen. Da hätten die Japaner besser in einen neuen Bordcomputer investiert. Denn während das Navigationssystem modern aussieht, wirkt er etwas altbacken.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Trotz wenig Leistung passt der Diesel am besten


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