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14.11.2007 

Sitzaufbau so kompliziert wie eine Ikea-Küche

Unbefriedigend allerdings sind die Mittel, mit denen man sich die Variabilität erschließt. Das Umklappen der zweiten Reihe ist mit einem Knopfdruck noch ein Kinderspiel. Doch schon das Wiederaufrichten gleicht einer Trainingseinheit im Kraftraum. Und wer an den billigen Bändern die dritte Bank aus der Versenkung ziehen möchte, kann in der Zeit auch eine Ikea-Küche aufbauen. Nach zwei, drei Versuchen sei das ganz einfach, wiegeln der Hersteller ab. Doch zumindest der Erstkontakt ist eine komplizierte Prüfung, die in anderen Fahrzeugen leichter geht.

Ein maßvoller Zechbruder

Unter der Haube bietet Peugeot die Wahl zwischen einem zwei Liter großen Benziner mit 125 kW/170 PS oder dem Diesel, der nicht nur mit Blick auf den Verbrauch die bessere Wahl ist. Zwar hat der Motor nur 115 kW/156 PS, erreicht aber bis zu 380 Newtonmeter Drehmoment und ist in der Praxis deutlich kräftiger, als es die Theorie vermuten lässt. Er bleibt stets dezent im Hintergrund und braucht doch nur einen kräftigen Tritt aufs Gaspedal und eine geübte Hand an der Sechsgang-Schaltung, um den 4 007 gehörig in Fahrt zu bringen: 9,9 Sekunden von Null auf 100 und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h sind keine schlechten Werte für einen Geländewagen. Auch wenn der Normverbrauch von 7,2 Litern nur in der Theorie gehalten wird, darf der serienmäßig mit Partikelfilter bestückte 4 007 als halbwegs maßvoller Zechbruder gelten.

Allrad nur, wenn es auch nötig ist

Übertragen wird die Kraft zugunsten eines günstigeren Verbrauchs zunächst nur auf die Vorderräder. Erst wer den großen Schalter auf der Mittelkonsole dreht, aktiviert den elektronisch geregelten Allradantrieb. Allerdings bleibt auch dann die Hinterachse nur auf Habacht-Stellung und wird erst stufenlos zugeschaltet, wenn vorn die Räder durchdrehen. Nur ein weiterer Dreh am Schalter fixiert die Kraftverteilung im Verhältnis 50:50 und lässt den Löwen souverän durch Schlamm und Schnee pflügen.

Fazit: Salonlöwe mit imposantem Auftritt

Wirklich nutzen werden die Kunden solche Fähigkeiten wohl nie, außer vielleicht auf dem Weg in den Skiurlaub. Doch zählt bei Geländewagen in unseren Breiten ohnehin eher der Schein als das Sein. Da ist der Salonlöwe mit seinem imposanten Auftritt allemal eine gute Wahl. Und wer nicht für 29 590 Euro in der Basis einsteigt, sondern sich den 8 000 Euro teuren Luxus des Topmodells leistet, bekommt nicht nur den besseren Motor, sondern auch eine umfangreiche Ausstattung.


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