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12.03.2008 

Ein gemütlicher Gleiter

Unter der wuchtigen Haube des HHR steckt ein Vierzylinder, der mit 2,4 Litern Hubraum ungewöhnlich groß ausfällt und mit 125 kW/170 PS für ein Auto dieses Formats überraschend viel Kraft hat. Doch daraus auf sonderlich sportliche Fahrleistungen zu schließen, wäre verfehlt. Zwar stehen im Datenblatt 9,1 Sekunden für den Sprint von Null auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h). Doch vor allem auf der Autobahn wirkt der HHR eher wie ein gemütlicher Gleiter und braucht schon etwas Rückenwind, damit er seine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h erreicht. Manch kleiner Diesel fährt da ganz gelassen an ihm vorbei.

Doch dafür hat der große Motor auch nur einen kleinen Durst: Entgegen jedes Vorurteils ist der Amerikaner kein Schluckspecht, sondern im Normzyklus mit 8,6 Litern zufrieden. Passend zum Motor ist auch die Fahrwerksabstimmung eher komfortabel und gelassen als stramm und sportlich. So wird der HHR zum großen Gleiter, mit dem man vortrefflich cruisen, aber eben nicht sonderlich gut rasen kann. Wer einen forschen Fahrstil pflegt, muss sich erst an die etwas weiche Lenkung und die Bremsen gewöhnen, die einen starken Fuß verlangen.

Fazit: Günstiger Kombi mit Blickfang-Charakter

Unterm Strich ist der HHR ein charmanter Kombi in der Kompaktklasse, der deutlich mehr Stil hat als ein Golf Variant oder ein Renault Mégane Grandtour. Er lässt die koreanisch-amerikanische Schnäppchenmarke Chevrolet in einem sympathischen Licht erscheinen und empfiehlt sich als Blickfang für kühle Rechner. Leidenschaftliche Autofahrer mit sportlichen Ambitionen finden sicher bessere Autos. Aber wer ein wenig Eindruck schinden, morgens mit einem Lächeln in die Garage kommen, viel Ausstattung genießen und trotzdem wenig bezahlen will, der trifft mit dem HHR keine schlechte Wahl.

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