Der Turbo macht den Kleinen gehörig Beine
Vom Basismotor mit 70 kW/95 PS aus dem Mini One abgesehen, bietet BMW den Clubman mit allen Motoren aus dem Dreitürer an. An der Spitze steht dabei bis zum Debüt der Tuning-Variante der Cooper S mit einem 1,6-Liter großen Direkteinspritzer, dem ein Turbolader gehörig Beine macht. Der Motor leistet 128 kW/175 PS und kommt auf ein maximales Drehmoment von 240 Newtonmetern (Nm), das kurzfristig sogar auf 260 Nm klettert. Dann wird der Kleine zum großen Feger, beschleunigt in 7,6 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 224 km/h.
Weil Mini-Mutter BMW Vergnügen neuerdings immer mit Vernunft kombiniert, wurde auch der Clubman aus dem "Efficient Dynamics"-Baukasten bestückt: Die Motorperipherie arbeitet nun nach Bedarf, im Kombiinstrument blinkt eine Schaltanzeige, und wer an der Ampel auskuppelt, schaltet automatisch den Motor ab. Daran muss man sich zwar gewöhnen. Doch nach ein paar automatischen Neustarts möchte man die Stille kaum mehr missen. Außerdem sinkt so der Verbrauch auf 6,3 Liter und der CO2-Ausstoß auf 150 Gramm pro Kilometer.
Fazit: Eher für die Lust als für die Last
Wie schon beim normalen Mini ist BMW beim Clubman ein geschickter Griff in die Geschichte gelungen. Schließlich gab es das Konzept vom Maxi-Mini in den 60er Jahren schon einmal. Heute allerdings geht es eher um Lust als um Last. Wer in diesem Format einen praktischen Kombi sucht, muss Skoda Fabia, Peugeot 207 oder Renault Clio fahren. Doch wer seinen Spaß haben und trotzdem mehr als eine Zahnbürste mitnehmen möchte, für den ist der Clubman die bessere Alternative.
