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HANDELSBLATT, Mittwoch, 2. Januar 2008, 08:28 Uhr
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Mitsubishi Lancer: Die unbekannte Größe


Mitsubishi Lancer
Bild vergrößern In der Mängelstatistik ist der Mitsubishi Lancer vergleichsweise unauffällig. (Bild: Mitsubishi/dpa/tmn)

dpa/tmn MÜNCHEN. Es gibt Autos, die kennt einfach jeder - wie einen VW Golf zum Beispiel. Daneben gibt es aber auch Modelle wie den Mitsubishi Lancer: Auch hier handelt es sich um ein Fahrzeug aus dem Kompaktsegment, seine Bekanntheit ist jedoch wesentlich geringer.

Tatsächlich wird diese Modellreihe als Stufenheckmodell oder auch Kombi - die technisch durchweg auf dem Colt basieren - schon seit Jahrzehnten gebaut. Vergleichsweise unauffällig zeigt sich der Lancer auch in der Pannenstatistik des ADAC in München, gänzlich frei von Mängeln sind aber auch diese Autos nicht.

Als bekanntes Problem nennt der ADAC über alle Baujahre hinweg Schwierigkeiten in Bezug auf leere Batterien. Hinzu kommen teilweise Ausfälle der hinteren Beleuchtung. Bei den Motoren kam es bis zum Baujahr 1999 zu Defekten an der Riemenscheibe der Kurbelwelle, bis zum Baujahr 1998 wurden auch durchgebrannte Zylinderkopfdichtungen registriert. Störungen an der Zündanlage traten vor allem bis 2000 auf - dabei ging es um feuchte Verteilerkappen und Zündkerzen.

Der Lancer hat eine lange und wechselvolle Modellgeschichte hinter sich. Mitte der 90er Jahre wurde die bereits siebte Generation auf den Markt gebracht. Im Jahr 2001 wurde die Baureihe eingestellt. Eine Entscheidung, die jedoch nicht von Dauer war: Denn 2003 kehrte der Lancer als Limousine und Kombi wieder in die Preislisten zurück. Im Jahr 2005 erhielt die Baureihe ein Facelift. Der Lancer gilt durchweg als in der Anschaffung recht günstiges Auto mit guter Ausstattung.

So vielfältig wie die auf dem Gebrauchtmarkt zu findenden Lancer der diversen Baujahre ist auch das Motorenangebot. Fahrzeuge aus der Mitte der 90er Jahre gibt es mit Benzinern ab 55 kW/75 PS Leistung, junge Fahrzeuge finden sich aber auch mit 99 kW/135 starken Benzinmotoren. Auf der Dieselseite nennt die Schwacke-Liste einen Zweiliter-Motor mit 50 kW/68 PS aus den Jahren 1995 und 1996.

Ältere Lancer werden zu Preisen gehandelt, die zum Budget von Führerschein-Neulingen passen: So gibt es laut Schwacke-Liste einen Lancer 1 300 GLi aus dem Baujahr 1995 bereits für etwa 1 700 Euro. Ein Lancer 1.3 aus von 2003 kostet etwa 7 300 Euro, ein Lancer Kombi 2.0 Sport aus dem Baujahr 2005 sollte für rund 12 000 Euro zu haben sein.


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