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HANDELSBLATT, Freitag, 22. Februar 2008, 10:00 Uhr
ADAC Gebrauchtwagencheck

Nissan Micra: Kompakter mit Tradition


Micra von Nissan
Bild vergrößern Der Nissan Micra ist zuverlässig, aber nicht ganz mängelfrei. (Bild: Nissan/dpa/tmn)

dpa/tmn MÜNCHEN. Der Name ist Programm: Die Bezeichnung Micra steht seit 25 Jahren für einen Kleinwagen von Nissan. Allerdings ist Micra nicht gleich Micra - die lange Tradition der Baureihe hat mittlerweile drei Modellgenerationen hervorgebracht.

Wie die meisten japanischen Autos gilt auch der Micra insgesamt als zuverlässiges Fahrzeug, gänzlich frei von Problemen ist er aber nicht. In der Pannenstatistik des ADAC in München taucht der Kleinwagen mit einer ganzen Reihe möglicher Mängel auf.

Am Motor des Micra werden nach ADAC-Angaben je nach Baujahr unter anderem durchgebrannte Zylinderkopfdichtungen, Ölverlust und ein Verschleiß des Keilriemens registriert. Bis zum Jahr 2003 gab es zudem häufiger defekte Nockenwellensensoren. Defekte Zündschlösser wurden besonders im Baujahr 2003 bemerkt. Das Getriebe wiederum wurde mit Problemen an der Synchronisation und sogar schweren Schäden auffällig. Ebenfalls bemängelt werden Klappergeräusche der geteilten Rückbank, streikende Gurtaufroller oder sich lösende Scheibenwischer.

Nissan
Chart: Nissan

Die erste Generation des Micra erschien 1983 auf dem Markt. Abgelöst wurde das Urmodell 1993 von der „erwachsener“ wirkenden zweiten Modellgeneration. Dieser Micra erhielt 1998 und 2001 jeweils ein Facelift, bis auch er nach insgesamt zehn Jahren abgelöst wurde. Der ab 2003 gebaute dritte Micra zeichnet sich durch ein auffällig rundliches Design mit großen Scheinwerfern aus - trotz der bekannten Mängel gilt auch dieses Modell bis heute als zuverlässig. Gelobt wird es außerdem für seine Handlichkeit und die guten Fahreigenschaften. Im Jahr 2005 erhielt die dritte Micra-Generation ein erstes Facelift.

Bei den verfügbaren Motorisierungen beherrschten lange Zeit die Benziner das Bild. Es gab und gibt sie je nach Modell und Baujahr mit Leistungen zwischen 40 kW/55 PS und 65 kW/88 PS. Dieselmotoren spielen erst in jüngeren Fahrzeugen eine Rolle. Sie stehen mit Leistungen zwischen 48 kW/65 PS und 63 kW/86 PS zur Verfügung.

Einen gebrauchten Micra L aus dem Jahr 1996 gibt es laut Schwacke-Liste heute bereits für 1 850 Euro. Ein Micra 1.2 visia der dritten Modellgeneration aus dem Jahr 2003 kostet noch 5 300 Euro. Rund 10 000 Euro werden für ein Dieselmodell Micra 1.5 dCi tekna aus dem Jahr 2005 verlangt.


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