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HANDELSBLATT, Dienstag, 22. November 2005, 14:15 Uhr
Motorenangebot von bieder bis beeindruckend

Der Omega gilt als Geheimtipp

Mit der zweiten Generation des Omega versuchte sich Opel zehn Jahre lang in der oberen Mittelklasse zu behaupten. Im Jahr 2003 wurde die Modellreihe eingestellt.



Opels letzter großer Wagen - Der Omega gilt als Geheimtipp
Bild vergrößern Der Opel Omega gilt als Gebrauchtwagen als Geheimtipp. (Bild: Opel/dpa/gms)

dpa/gms STUTTGART. Auf der einen Seite hinterließ der Omega damit eine Lücke an der Spitze des Modellprogramms, die bis heute nicht wieder gefüllt wurde. Auf der anderen Seite avancierten die Limousine und vor allem der Kombi auf dem Gebrauchtmarkt zu einer Art Geheimtipp.

Interessenten bekommen laut der Sachverständigenorganisation Dekra in Stuttgart mit dem großen Opel ein Auto, bei dem zwar auf einige mögliche Mängel geachtet werden muss. Es gilt aber auch als zuverlässig. Eingeführt wurde die zweite Generation des Omega im Jahr 1993. 1997 gab es ein erstes, im Jahr 2001 ein zweites Facelift. Zu den Vorzügen des Wagens zählt laut Dekra seine Geräumigkeit: Vor allem der Caravan genannte Kombi bietet viel Platz und ist daher auch besonders beliebt. Bei frühen Modellen hatte Opel jedoch mit einigen Qualitätsmängeln zu kämpfen, die im Laufe der Zeit ausgeräumt wurden.

Bei den Motoren reicht das Angebot von bieder bis beeindruckend. Ersteres gilt für den Vierzylinder-Benziner mit braven 85 kW/115 PS, auf der anderen Seite steht die Spitzenmotorisierung mit 3,2 Litern Hubraum, sechs Zylindern und 160 kW/218 PS. Bei den Dieseln reicht das Angebot vom 74 kW/100 PS starken Einstiegsmodell bis zum bei BMW eingekauften Sechszylinder mit 2,5 Litern Hubraum und 110 kW/150 PS.

Je nach Alter können beim Omega verschiedene Mängel auftreten. Laut Dekra kann es am Kofferraumboden und den hinteren Längsträgern zu Rostbefall kommen. Unangenehme Folgen können Fehlfunktionen der Feststellbremse haben: Unter Umständen rollt der Wagen auch weg, wenn die Bremse angezogen scheint. Weniger kritisch, aber kostspielig sind Mängel an den LCD-Anzeigen im Kombiinstrument, da sich nur die gesamte Einheit tauschen lässt. Hier sollte geschaut werden, ob alle Anzeigen einwandfrei arbeiten. Von den Omega im Alter bis zu drei Jahren schaffen knapp 76 Prozent die Hauptuntersuchung ohne Mängel - bei den über neun Jahre alten sind es nur noch knapp 29 Prozent.

Schon für 1 700 Euro gibt es laut Schwacke-Liste ein Fahrzeug aus dem Jahr 1994. Für das Limousinen-Topmodell 3.2 V6 Selection aus dem Jahr 2003 müssen noch 16 300 Euro investiert werden. Ein gleich alter Diesel-Caravan 2.5 DTI Executive liegt sogar noch bei 20 200 Euro.


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