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HANDELSBLATT, Freitag, 4. November 2005, 09:52 Uhr
Mittelklasse-Limousine

Mazda 626: Unauffällig und zuverlässig

Der Mazda 626 hat weder eine üppige Motorisierung noch ein markantes Aussehen. Limousine und Kombi sind allerdings dafür besonders zuverlässig, so die Sachverständigen-Organisation Dekra in Stuttgart.



Mazda 626
Bild vergrößern Mazda 626: Seine Form und seine Technik gelten als brav. (Bild: Mazda/dpa/gms)

dpa/gms STUTTGART. Die Experten weisen jedoch darauf hin, dass auch ein Mazda 626 in die Jahre kommt. Mit höheren Laufleistungen gibt es einige mögliche Mängel, auf die Gebrauchtwagen-Käufer achten sollten.

Mazda mit der Bezeichnung 626 liefen über viele Jahre in verschiedenen Modellgenerationen vom Band. Die letzte Ausführung wurde im Jahr 2002 von dem Nachfolger Mazda sechs abgelöst. Als Vorzüge des Autos werden von der Dekra die gute Qualität und auch sein problemloses Fahrverhalten genannt. Grundsätzlich gilt auch, dass Eigner eines solchen Fahrzeuges nicht übermäßig häufig wegen überraschender Defekte die Werkstätten ansteuern müssen.

Ebenso unauffällig wie das optische Erscheinungsbild ist meist das, was unter dem Blech für den Vortrieb sorgt. Je nach Baujahr gibt es den 626 mit Benzinmotoren, die eine Leistungsspanne von 66 kW/90 PS bis 100 kW/136 PS abdecken. Diesel mit 74 kW/100 PS und 81 kW/110 PS wurden ebenfalls angeboten.

Trotz seines Rufes großer Zuverlässigkeit kann auch ein Mazda 626 im Alter manchen Mangel aufweisen. Laut der Dekra gilt das vor allem bei Laufleistungen über 100 000 Kilometern. Bekannt sind demnach unter anderem Probleme mit ausgeschlagenen Antriebswellen. Ebenfalls möglich ist, dass die hinteren Betriebs- und Feststellbremsen schwergängig werden - und die Stoßdämpfer beginnen irgendwann zu schwächeln.

Zu empfehlen ist beim Gebrauchtkauf ein Blick auf die hinteren Radläufe: Hier kann es laut Dekra zu Rostbefall kommen. Die jüngsten Mazda 626 aus der Kategorie der bis zu drei Jahre alten Autos schaffen in knapp 82 Prozent der Fälle ihr erste Hauptuntersuchung ohne Mängel, bei den sechs bis sieben Jahre alten Autos gilt dies für knapp 69 Prozent.

Einen Mazda 626 Fließheck mit 66 kW/90 PS aus dem Jahr 1998 gibt es laut Schwacke-Liste für etwa 6 350 Euro, ein gleich alter Kombi mit Dieselmotor ist nur etwa 150 Euro teurer. 10 400 Euro sind für die Stufenheck-Ausführung 626 2.0 TD Exclusive aus dem Jahr 2002 anzulegen.


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