Und NSU legte nach: Die zweite Generation des TT bekam fast 1 200 Kubikzentimeter Hubraum und leistete 48 kW/65 PS. Mehr Aufsehen erregte jedoch eine neue Interpretation der Grundidee: der TTS. Diese Version war zur sogenannten Homologation für den Renneinsatz gedacht. Aus Gründen des Sportreglements wurde der Hubraum zwar wieder auf knapp 1 000 Kubikzentimeter verringert, die Leistung jedoch lag in der Straßenversion bei 51 kW/70 PS, was bis zu 165 Stundenkilometer erlaubte. Für den Renneinsatz waren sogar 63 kW/85 PS drin.
Der hochgezüchtete TSS war jedoch weniger für den Alltagseinsatz gedacht als der TT. Allerdings sollten bald auch die Fahrer der schwächeren Ausführengen ihren Wagen mit optischen Details ausrüsten, die typisch für den TTS waren. Dazu zählte ein Ölkühler an der Front, der den luftgekühlten Motor vor hohen thermischen Belastungen bewahren sollte. Das gleiche galt für eine Aufstellvorrichtung der hinteren Motorhaube zur Entlüftung - speziell der leicht angehobene Heckdeckel zierte bald nahezu jeden sportlich bewegten NSU.
Doch auch TT und TTS konnten die Marke NSU nicht retten. Ende der 60er Jahre war das Konzept des kleinen Heckmotor-Autos veraltet. 1969 verschmolz NSU mit der zu VW gehörenden Auto Union zum neuen Unternehmen Audi NSU Auto Union AG. Vom TTS wurden bis 1971 insgesamt 2 402 Exemplare gebaut, die beiden Generationen des TT kamen bis zur Produktionseinstellung 1972 auf gut 60 000 Exemplare.
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