478 PS sind heute nicht mehr ganz so eindrucksvoll. Die Leistungen selbst aber haben kaum an Autoquartett-Tauglichkeit eingebüßt: Das Höchsttempo des nur knapp 1 100 Kilo schweren Straßensportlers wurde mit 324 Stundenkilometern (km/h) angegeben. Aus dem Stand schnellte der Zeiger des Tachos in nur elf Sekunden auf Tempo 200.
So weit, so Traumwagen-typisch. Doch wer im Alltagsauto den Traum vom Ferrari träumt, würde Schwierigkeiten bekommen, sollte sein Traum vom F40 wahr werden: Das Auto taugt wenig dazu, mit Durchschnitts-Können bewegt zu werden, es fordert Fahrfähigkeiten - und Verzicht. So besitzt der F40 nur Rennschalensitze. Teppichboden und elektrische Fensterheber hat man sich gespart, statt Türgriffen an der Innenseite gibt es Zugschnüre.
Der F40 war eben vor allem der Traum der Traumwagen-Erbauer. Und für sie bot er viele technische Details - etwa die Tatsache, dass mit Kevlar für geringes Gewicht und hohe Stabilität gesorgt wurde. Oder dass es ein Fahrwerk gab, das bei hohem Tempo automatisch die Bodenfreiheit verringerte.
Wie immer, wenn Ferrari seiner Palette eine neue Krone aufsetzte, waren auch 1987 die Begehrlichkeiten groß. Daher kam der F40 für den damals utopisch hohen Preis von 444 000 Mark auf den Markt. Mehr als 1 300 Fahrzeuge verließen die Produktionshallen. Bald zeigte sich, dass es Menschen gab, die noch weit mehr Geld für einen F40 auszugeben bereit waren. Bei Auktionen sollen bis zu 2,7 Mill. Mark gezahlt worden sein.
