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11.05.2008 

Dass der Senator nach dem Start 1978 in der Publikumsgunst durchfiel, hatte mehrere Gründe: So ließ Opel es sich nicht nehmen, die Konkurrenz im eigenen Haus zu verstärken. Weil der Senator als Commodore-Nachfolger konzipiert war, nun aber seine Rolle als Konkurrent von Mercedes und BMW auszufüllen hatte, stand Opel ohne luxuriösere Rekord-Version mit Bezeichnung Commodore da. Aber man hatte ja einen Rekord und einen Senator - warum also nicht beide kombinieren? Das Ergebnis war ein Auto, das aus den meisten Blickwinkeln zweifelsohne ein Rekord war, dessen Front jedoch der Vorderwagen des verlängerten Senator bildete. Sein Name: Commodore

Die Überlegungen mancher Kunden dürften leichter nachzuvollziehen sein als die der Marketingstrategen: Der Senator war ein ordentliches Auto aber ohne Oberklasse-Image. Sein „Gesicht“ zeichnete ihn jedoch als größten Opel seiner Zeit aus. Also konnte man ja auch den neuen Commodore für weniger Geld nehmen und sich sozusagen die Frontpartie des Senator frei Haus liefern lassen. Neben solchen Hemmnissen kam 1979 die zweite Ölkrise hinzu, die Anbietern von leistungs- und hubraumstarken Fahrzeuge die Verkaufszahlen verhagelte.

Doch Opel gab nicht auf: 1982 wurde der Senator überarbeitet. Während auf der technischen Seite vieles beim Alten blieb, zeigte er sich nun mit einem eleganteren Design. Doch die ohnehin nicht überwältigenden Verkäufe sanken weiter. Als die letzten Modelle 1987 vom Band rollten, zählte man rund 80 000 Exemplare des ursprünglichen Senator und 60 000 Stück, die nach der Modellpflege entstanden waren.

Doch Opel lernte aus den Misserfolgen nicht dazu. Vielmehr stellte der Hersteller 1987 ein Modell vor, das mit dem Nachfolger des Rekord entwickelt worden war. Es hieß Omega, die neue Luxuslimousine wieder Senator. Der Senator wurde wegen der Ähnlichkeit zum Omega kritisiert, die Kunden zeigten sich zurückhaltend. Und so endete nach noch einmal fünf Jahren und 70 000 Exemplaren die verhaltene Karriere der Reihe. Bis heute verzichtet Opel auf eine Alternative zu Mercedes und BMW - das wirkt nach diesen Erfahrungen gar nicht mehr seltsam.


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