Der Vierzylindermotor holte aus seinen 2,9 Litern Hubraum zwar nur 20 PS heraus. Das allerdings reichte für Höchstgeschwindigkeiten von um die 70 Stundenkilometer. Die hochgesetzte Karosserie in Verbindung mit den großen Rädern ließ zudem auch das Fahren auf den damals noch wenig ausgebauten Straßen Nordamerikas zu. Außerdem zeigte sich das T-Modell alles in allem als sehr zuverlässig, so dass man es bald schon fast liebevoll "Tin Lizzie" nannte - übersetzt etwa "Blechliesel". Auch im Hinblick auf die Modellauswahl gab es wenig zu meckern: Das T-Modell gab es als Coupé ebenso wie als Zwei- oder Viersitziges Cabriolet, als Limousine oder als Lastwagen.
Eine größere optische und technische Überarbeitung erfolgte erst 1926 - aber da neigte sich die Erfolgsgeschichte des T-Modells ohnehin schon ihrem Ende zu. Die bis 1927 erreichte Stückzahl von 15 456 868 Exemplaren sicherte dem Ford
noch über Jahrzehnte einen Weltrekord - den erst der VW Käfer im Jahr 1972 einholen sollte.
Der Mann hinter dem T-Modell
Henry Ford wurde am 30. Juli 1 863 in Wayne County im US-Bundesstaat Michigan geboren. Bereits mit 15 Jahren soll Ford
seinen ersten Verbrennungsmotor gebaut haben, später arbeitete er dann als Ingenieur bei der Edison Illuminating Company des Erfinders Thomas Alva Edison. Daneben werkelte er weiter an Verbrennungsmotoren, stellte 1 896 mit dem Quadricycle ein erstes Fahrzeug fertig. Dies wiederum führte dazu, dass Ford
mit Investoren 1 899 die Detroit Automobile Company gründete, die jedoch nach kaum zwei Jahren pleite ging. Ein neuer und erfolgreicher Anlauf folgte 1903 mit der Gründung der Ford
Motor Company. Als Henry Ford am 7. April 1947 starb, war das Unternehmen längst zum Weltkonzern gewachsen.
