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11.04.2008 

Eine starke Marktverbreitung erwartet Bosch für die spritsparende Start-Stopp-Automatik. Der Motor schaltet an der Ampel ab und startet automatisch, so bald es weiter geht. Nachdem der Kleinwagen C3 von Citroën bereits über diese Technik von Valeo verfügt, kommen in diesem Jahr erstmals Fahrzeuge mit der Start-Stopp-Automatik von Bosch auf den Markt, mit denen der Kraftstoffverbrauch je nach Betriebsart um rund zehn Prozent sinkt.

Weitere Einsparpotenziale versprechen verbesserte Einspritzsysteme: Beim Diesel wird sich der Einspritzdruck von 1 800 bar auf 2000 bar erhöhen, um die Effizienz der Verbrennung zu steigern. Bei den Benzinern wird die Direkteinspritzung mit dem Turbo kombiniert. Nachdem Audi und VW seit längerem solche Motoren im Programm haben, ziehen BMW und Peugeot mit einem gemeinsam entwickelten Turbo-Vierzylinder nach.

Was Assistenzsysteme betrifft, ist Bosch vom Erfolg seiner Parklückenvermessung überzeugt, die das Einparken erleichtern soll. Premiere hatte das System bereits im C4 Picasso, weitere Modelle werden demnächst folgen. VW geht mit seinem „Park Assist“ im jüngst aufgefrischten Touran einen Schritt weiter. Die Wolfsburger bieten in diesem Jahr erstmals eine Einparkautomatik an, die nicht nur die Lücke findet, sondern dem Fahrer auch noch das Lenken abnimmt.

Für Dirk Zittlau, der bei Siemens VDO für Fahrerassistenzsysteme verantwortlich ist, nimmt die Vision vom sehenden Auto Gestalt an. „Immer mehr Autos werden Gefahren für den Fahrer frühzeitig elektronisch erkennen“, sagt Zittlau. So geht in diesem Jahr von Siemens VDO der erste Airbagsensor in Serie, der aus dem Unfallgeräusch Schlüsse zieht. Dadurch werde ein Unfall noch früher erkannt, und die Schwere lasse sich besser einschätzen.

Eine weitere Innovation von Siemens VDO ist ein Spurwechselassistent, der erstmals in einem Mittelklassewagen in Serie geht. Dabei werden per Radar die Zone neben dem Auto und der Rückraum überwacht. Überholende Fahrzeuge werden auf diese Art zuverlässig erkannt, der tote Winkel verliert seinen Schrecken. Ein weiteres Assistenzsystem hat 2008 Premiere: Die elektronische Verkehrszeichenerkennung.

Eine Kamera überwacht kontinuierlich die Straße und erkennt die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Verkehrsschildern. Fährt der Fahrer zu schnell, wird dies gut sichtbar in einem Display eingeblendet oder die Geschwindigkeit wird automatisch angepasst. Das unbeabsichtigte zu schnelle Autofahren dürfte damit der Vergangenheit angehören.

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