0 Bewertungen
18.04.2008 

„Letztlich werden auf diese Weise auch die Funktionen der Software besser ausgenutzt“, sagt der Fraunhofer-Forscher. So könnten ohnehin vorhandene Informationen etwa über den Verschleiß der Bremsklötze, der Zündkerzen und der Viskosität des Öls zusammengeführt werden, womit zielgenauer über eine erforderliche Inspektion informiert werden kann. Bislang flackert die Anzeige unabhängig von der Fahrweise nach einem starr festgelegten Intervall auf.

Bevor die Steuerungs-Software im Auto verbaut wird, muss sie getestet werden. Forscher vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE haben dafür ein neues Verfahren entwickelt, das sie an einem Modellfahrzeug mit Motor im Maßstab 1:5 getestet haben. Untersucht wurde nicht nur die eigentliche Software, sondern es wurde auch eine Risikoanalyse durchgeführt, die klärt, was die Software leisten muss, um Gefahren abzuwenden.

Das Projekt mobilSoft geht das Problem der Softwareverknüpfung noch grundlegender an. Zusammen mit Ingenieuren von Audi, Siemens VDO und dem Zulieferer ESG hat die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK einen Softwarestandard entworfen, mit dem bereits die Entwicklung erfolgen soll, so dass verschiedene Hersteller und Zulieferer von der ersten Sekunde an die gleiche Sprache sprechen.


»  Fit für den dichten Berufsverkehr? Testen Sie hier Ihre Reaktionen in unserem flotten Auto-Rennspiel @ SPEED


„Das Datenformat ermöglicht einen einheitlichen Informationsaustausch. Das spart nicht nur Kosten bei Neuentwicklungen, sondern reduziert auch die Anzahl der individuelle Funktionen“, sagt ESK-Entwickler Mike Heidrich. Es werde noch dauern, bis alle denkbaren Varianten stabil laufen. „Wenn sich dann durch den neuen Standard diverse Services einfach in vorhandene Bordrechner integrieren lassen, senkt das Kosten und hebt die Funktionssicherheit“, sagt Heidrich. Der Vorteil für den Kunden: Zusatzfunktionen können künftig für einen geringen Aufpreis angeboten werden, da keine weiteren Steuergeräte nachgerüstet werden müssen.

Damit die zahlreichen Bemühungen fruchten, müssen künftig nur noch alle Autohersteller und Zulieferer an einem Strang ziehen – möglichst weltweit. Doch das erweist sich dann doch immer noch als schwierig. Ein weltumspannendes Betriebssystem, eine Art Vista fürs Vehikel, wird es wohl so schnell nicht geben. Zumindest die Japaner basteln zurzeit noch unter dem Namen Jaspar (Japan Automotive Software Platform and Architecture) an einem eigenen Standard.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Automobil Rubriken

Anzeige

weiterTuminellis Designkritik

Mercedes GLK: Jurassic Car  Artikel in Merkliste

23.07.2008Tuminellis Designkritik

Mit dem GLK bringt Mercedes Benz im Oktober einen Baby-Geländewagen auf den Markt. Der Autobauer aus Stuttgart versucht mit seinem selbstbewussten Auftritt, den Anti-Geländewagen-Trend aufzuhalten. Was aber ist eigentlich Mercedes-artig am GLK? Artikel


Anzeige