Während Volvo auf die Straße schaut, blicken andere Hersteller dem Fahrer buchstäblich in die Augen. So arbeiten Forscher bei VW und Nissan nach Angaben der Unternehmen an Videosystemen, mit denen die Bewegung der Lider beobachtet und die Fahrer alarmiert werden können, wenn ihnen die Augen zuzufallen drohen. Und im Lexus LS 600h achtet eine Kamera darauf, dass der Fahrer in einer brenzligen Situation sein Gesicht nicht zu lange vom Geschehen abwendet.
Aber der Fahrer muss gar nicht übermüdet sein, damit er Fehler macht. „Schon schlechte Laune ist gefährlich genug“, sagt Takeshi Mitamura aus dem Nissan-Forschungszentrum in Atsugi. Um die zu vermeiden, hat Nissan für das Konzeptfahrzeug Pivo II ein weiteres Assistenzsystem entwickelt, das mit Hilfe einer Kamera und der Analyse des Fahrverhaltens auf die Stimmung schließt und den Fahrer mit Grimassen eines Roboters im Armaturenbrett aufmuntern oder beruhigen kann. Das klingt vielleicht albern, hat aber für Entwickler Mitamura einen mit Untersuchungen belegbaren Hintersinn: „Wer fröhlich ist, baut weniger Unfälle.“
