Entsprechend zählen die Hybridsysteme auch im aktuellen CO2-Vergleich des ADAC zu den Gewinnern: „Den Sprit gibt es überall, die Technik funktioniert problemlos und die Verbrauchswerte sind moderat – allerdings vor allem in der Stadt und nicht auf der Autobahn“, so das Fazit der ADAC-Tester. Ein halbes Jahr lang hat der Autoclub sechs alternative Antriebskonzepte auf Alltagstauglichkeit, Umweltverhalten und Kosten geprüft.
Im Test waren ein Leichthybrid (Honda Civic Hybrid) und ein Vollhybridfahrzeug (Toyota Prius) sowie die alternativen Kraftstoffe Erdgas (VW Touran EcoFuel), Autogas (Subaru Outback ecomatic) und Ethanol (Ford Focus FFV). Ein sauberer Diesel (Skoda Octavia RS TDI) galt als Referenzmodell.
Das Fazit des ADAC: Nicht alle alternativen Kraftstoffe schonen Umwelt und Geldbeutel. Wer jedoch beim Autofahren ausschließlich auf den CO2-Ausstoß schaut, kommt derzeit am Vollhybridantrieb nicht vorbei. Auf Platz zwei findet sich aber auch schon der emissionsoptimierte Diesel – noch vor dem Leichthybriden. Unter Kostenaspekten ist dagegen Erdgas am günstigsten. Doch Sparfüchse müssen hier mit erheblichen Komfort-Einschränkungen aufgrund des dünnen Tankstellennetzes rechnen.
„Erd- und Autogas können nicht mehr als eine Übergangslösungen sein“, sagt Martin Wietschel vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung klar. Denn die Erdgaspreise sind an den Ölpreis gekoppelt. Selbst der Umweltnutzen des Gasantriebs ist begrenzt: „Mehr als 20 Prozent CO2-Einsparungen sind nicht drin“, sagt Martin Wietschel.
Auch die Hybridtechnik kann nach Meinung der Experten nur ein Zwischenschritt zum rein elektrischen Antrieb sein. Aber sie dürfte den Sprung zum Brennstoffzellen-Antrieb erleichtern. „Schon 2014 oder 2015 könnte die Massenproduktion der Brennstoffzellenautos beginnen“, glaubt Wietschel.
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