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07.04.2008 

Wenn im kommenden Jahr die EU-Kraftfahrer-Richtlinie in Deutschland für Lastwagen-Fahrer wirksam wird, bekommt das Thema Gesundheit einen weiteren Schub. Denn das Gesetz sieht vor, dass Berufsfahrer alle fünf Jahre eine 35-stündige Weiterbildung besuchen müssen, bei der auch die körperliche Fitness, Auswirkungen von Müdigkeit und Stress und sogar das Thema ausgewogene Ernährung auf dem Lehrplan stehen. Dann wird auch der ADAC, mit jährlich 200 000 Fahrsicherheitstrainings der größte Anbieter in Deutschland, Kraftfahrer in diesen Fragen schulen.

„Die meisten Fahrer sitzen, schauen und lenken nicht richtig“, berichtet Rolf Maginot, Leiter der Projektkoordination der ADAC Fahrsicherheit. „Bei unserer Fahrsicherheitstrainings können wir das korrigieren. Übermüdung und Sekundenschlaf können wir allerdings nur im Theorieteil ansprechen.“ Fuhrparkbetreiber, die ihre Fahrer besonders intensiv in defensivem Fahren schulen möchten, können dafür beim ADAC ein Spezial-Training buchen. Dann gibt der Trainer während der Dienstfahrt vom Beifahrersitz aus Tipps und Ratschläge.

Laut Statistik der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen (BGF), dem Unfallversicherer für das Transport- und Verkehrsgewerbe, ist die Zahl der meldepflichtigen Unfälle in den vergangenen zwei Jahren leicht angestiegen. Um dem Trend zu begegnen, bietet die BGF Seminare zum Stressmanagement und zur Gesundheitsvorsorge an und zahlt sogar einen Teil der Kosten von Fahrsicherheitstrainings. „Wir möchten den Mitgliedsunternehmen den Zugang zu Fahrsicherheitstrainings erleichtern“, erklärt BGF-Referent Günter Bokelmann. „Sehr häufig sind Fahrer vor den Trainings skeptisch und hinterher hellauf begeistert.“

Stefan Meuter vom Projekt Safe Fleet bei Johnson & Johnson ist überzeugt, dass sich der Aufwand für die Fahrsicherheit lohnen. Ein schlagendes Argument findet Meuter in der Unfallstatistik des Unternehmens: „Seit der Einführung des Safe-Fleet-Programms hat sich die Unfallrate halbiert.“

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