Per Knopfdruck kann der Fahrer nun auch den Fahrkomfort regeln. Mit dem „drive select“ genannten Regelsystem kann er jederzeit flexibel entscheiden, ob er das Auto komfortabel, sportlich oder in einem Mix aus beidem bewegen möchte. Die Gasannahme des Motors, die Schaltpunkte und die Servounterstützung der Lenkung werden entsprechend angepasst. Außerdem lässt sich das Fahrwerk straffer und die Lenkung direkter und geschwindigkeitsabhängig einstellen.
„Mit der Drive-select-Funktion schlägt der Autobauer zwei Fliegen mit einer Klappe“, sagt Breitsprecher. Zum einen erweitere Audi seinen potenziellen Kundenkreis und zum anderen biete er seinen Stammkunden mehr Komfort. „Vor allem bei längeren Autobahnfahrten wünscht man sich eine weichere Federung“, so der Autoexperte von Sal. Oppenheim.
Audi bietet für den A4 Avant erstmals gegen Aufpreis eine Palette von Assistenzsystemen, die bislang der Luxusklasse vorbehalten waren. Dazu gehört eine in drei Ausbaustufen angebotene Einparkhilfe. Bei dem „Audi parking system advanced“ werden per Videokamera Bilder von vorn und hinten auf den Bildschirm im Armaturenbrett übertragen und eingeblendet, wie man das Lenkrad einschlagen sollte. Ultraschallsensoren erkennen, wenn es knapp wird.
Auch die anderen Assistenzsysteme dienen der Sicherheit: Der Spurhalteassistent hält den Fahrer über eine Frontkamera und Lenkwinkelsensor durch ein Vibrieren des Lenkrads von ungewollten Spurwechseln ab und der „side assist“ warnt mit Hilfe von Radartechnik und einer LED-Anzeige im Außenspiegel vor überholenden Autos im toten Winkel. Per „adaptive cruise control“ kann der Fahrer schließlich das Auto automatisch auf einem voreingestellten Abstand zum vorausfahrenden Auto halten – der Audi bremst und beschleunigt dann von selbst.
Der Fernlichtassistent, der ebenfalls auf Wunsch eingebaut werden kann, sorgt dafür, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden. Kleine lichtempfindliche Sensoren im Fuß des Innenspiegels erkennen herankommende Fahrzeuge und das Assistenz-System schaltet automatisch auf Abblendlicht zurück. Bei freier Fahrbahn wird das Fernlicht in Sekundenschnelle selbstständig reaktiviert.
Auch unter der Haube hat sich einiges getan. Bei den Benzinern setzen die Ingolstädter nun auf Direkteinspritzung. Bei den sogenannten FSI-Motoren wird der Kraftstoff unter hohem Druck direkt in die Brennräume injiziert und dabei intensiv verwirbelt. Der Effekt: Die Aggregate leisten mehr und verbrauchen weniger als konventionelle Varianten mit Saugrohreinspritzung.
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