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09.09.2007 
Mapshare-Plattform soll Missbrauch verhindern

Sensoren liefern Verkehrsinfos

von Pia Grund-Ludwig

Für moderne Navigationssysteme genügt es nicht, nur Routen berechnen zu können. Weil sich sowohl Routen als auch die Verkehrssituation permanent verändern, streben die Hersteller der Navigationssysteme nach einer schnellen Anpassung der Software.

DÜSSELDORF. Die Firma Tomtom hofft, dass Nutzer per Internet neue Strecken und Änderungen eingeben. „Mapshare“ heißt die Plattform, deren Missbrauch verhindert werden soll, indem neue Streckeninformationen erst dann freigegeben werden, wenn sie von mehreren Anwendern bestätigt wurden und mit Daten anderer Kartenanbieter übereinstimmen. Um auf Verkehrsverhältnisse reagieren zu können, will Tomtom mehrere Routen anbieten – je nach Tageszeit.

So könnte die beste Fahrstrecke zur Rushhour anders aussehen als mittags oder im Winter bei Glatteis anders als bei guten Straßenverhältnissen. Auch die Verkehrssituation muss dabei berücksichtigt werden, am einfachsten durch die Integration der öffentlichen Verkehrsnachrichten. Dies ist aber noch lange nicht Standard. Einige Anbieter bieten Zusatzinformationen, die darüber hinausgehen.

BMW nutzt die Quelle V-Info, deren Daten vor allem von 4 000 Sensoren an Autobahnbrücken stammen. Außerdem sammelt BMW Informationen durch speziell präparierte rund 40 000 Fahrzeuge (Floating Car Data). Sie tragen einen GPS-Empfänger sowie ein Mobilfunkmodul zur Positionsbestimmung. Landen die Daten, welche die Stauvorhersage verbessern sollen, derzeit noch in einem zentralen Rechner, könnten die Autos im zweiten Schritt direkt miteinander kommunizieren. In einem EU-Projekt wird bereits daran gearbeitet, solche Lösungen herstellerübergreifend zu etablieren – unter Nutzung aller Informationen der modernen Fahrzeugelektronik, also von Temperaturfühlern, Regensensoren, Lichtern oder ABS-Systemen.


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