HB FRANKFURT/M. In Deutschland haben sich internationale Private-Equity- Unternehmen wie Blackstone KKR, Saban Capital, Permira, Blackstone und TGP an Unternehmen wie ProSiebenSat1, Auto-Teile Unger, MTU Aero Engines, Dynamit Nobel, Celanese, Grohe oder dem „Grünen Punkt“ beteiligt. Der jetzt an die Börse gegangene Investor Blackstone ist zudem Großaktionär bei der Deutschen Telekom. Kritiker heften diesen Geldgebern gerne Etiketten wie „Räuber“ oder „Geier“ an.
Befürworter verweisen dagegen darauf, dass Finanzinvestoren eine wichtige volkswirtschaftliche Rolle übernehmen: In der Regel stecken sie Geld nämlich in junge, kapitalhungrige Firmen oder ins Trudeln geratene Unternehmen, für die der öffentliche Kapitalmarkt keine Mittel bereitstellt. Im ersten Fall spricht man von Venture Capital, also Risikokapital, das in die Neugründungen gesteckt wird. Der zweite Anlagestil wird im Fachjargon als „Distressed“ bezeichnet, bezieht sich also auf „Not leidende“ Firmen. Daneben gibt es noch zahlreiche Abstufungen und Zwischenformen. Nach erfolgter Sanierung werden die Firmen zumeist an die Börse gebracht oder mit Gewinn weiterverkauft.