Für Sorgenfalten könnten die Inflationsdaten der kommenden Woche sorgen: So veröffentlichen unter anderem Spanien und Großbritannien ihre Länderdaten, am Donnerstag dann Eurostat die europäische Verbraucherpreis-Inflation für April. „Gerade die europäischen Inflationsdaten sind dazu geeignet, den Markt nach unten zu drücken“, erklärte ein Händler.
Und die Berichtssaison der Unternehmen zeigt sich auch eher gemischt. Die Finanzinstitute wie UBS, Münchener Rück und Hypo Real enttäuschten überwiegend. Nur aus der Industrie gab es gute Zahlen. Dort wurden die Ziele überwiegend getroffen, manchmal sogar übertroffen. „Aber genau da liegt das Problem“, erklärte ein Analyst: „Die Unternehmen überraschen uns nicht mehr positiv - sie erfüllen nur noch die Erwartung“. Ein klassischer Rahmen also für Gewinnmitnahmen.
In der kommenden Woche berichten vor allem die Immobilien- und die Solarbranche und zahlreiche Firmen aus der zweiten Reihe. Die wichtigen Zahlen kommen von den europäischen Großunternehmen. Nach Pfingstmontag startet der Dienstag mit Enel, Intesa, Vinci, Repsol, Societe Generale und Carrefour gleich mit einigen europäischen Schwergewichten. Am Mittwoch dürften Deutsche Post, Thyssen, EADS und K+S im Fokus stehen. Sollten K+S erneut begeistern, dürfte ein Dax-Aufstieg wahrscheinlicher werden. Donnerstag ist „Großkampftag“ in Europa: Unter anderem berichten RWE, Fraport, Salzgitter, Tui und weitere Europäer. Bei Deutscher Telekom ist Hauptversammlung und die Europäische Verbraucherpreisinflation wird enthüllt. Aus den USA kommen der Empire-State- und der Philadelphia-Fed-Index. Der Freitag sorgt für Entspannung, hier stehen nur die Metro-HV, Acea-Auto-Zulassungen für April und die US-Verbraucherstimmung der Uni Michigan an.
»Großes Special: Dem Fiskus Paroli bieten mit täglichen Steuertipps von Konz.

