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HANDELSBLATT, Dienstag, 6. Mai 2008, 07:00 Uhr
Fishers Zwischenruf

Warum so ängstlich?

Von Ken Fisher, Grüner Fisher Investments

Hören Sie auf, verängstigt zu sein! Letzte Woche sagte ich: „Kaufen Sie Deutschland!“ Diese Woche sage ich: „Kaufen Sie Aktien!“ Die Deutschen fühlen sich mit Bargeld, Festgeldkonten und Rentenpapieren sicher. Falsch! Riskant ist es, Aktien komplett zu meiden. Warum? Wenn die Rendite aus den vermeintlich sicheren Anlagen nicht ausreicht, kann es sein, dass Sie Ihr Geld überleben. Und was kann riskanter als Altersarmut sein?

Anleger unterschätzen oft ihre Lebenserwartung. Sie denken: „Ich bin 60. Ich gehe mit 65 in Rente – bleiben also noch fünf Jahre, um zu investieren. Ich muss konservativ anlegen.“ Vorsicht! Viele Menschen leben viel länger als sie denken – und brauchen ein entsprechend größeres Geldpolster. Viele wollen zudem ihren Kindern Geld vererben.

Ein heute 65-Jähriger hat noch eine Lebenserwartung von 20 weiteren Jahren. Wenn Sie gesund sind und einer langlebigen Familie entstammen, könnten Sie sogar noch länger leben! Und die durchschnittliche Lebenserwartung steigt kontinuierlich an. Warum sich darum sorgen? Wenn Sie 20 Jahre haben, um zu investieren – und die haben Sie wahrscheinlich – dann gehören Sie an die Aktienmärkte.

Seit der Einführung des MSCI World Index 1970 hat es bisher 19 sogenannte 20-Jahres-Perioden gegeben. In jedem einzelnen übertrafen Aktien die Rentenpapiere, gewöhnlich um eine große Marge. Im Durchschnitt warfen Aktien in 20 Jahren jeweils 1125 Prozent ab, während Rentenpapiere lediglich 389 Prozent einbrachten. Was ist so beängstigend an 1125 Prozent und keiner einzigen negativen 20-Jahres-Periode? Sicher, Aktien können kurzfristig fallen – sogar stark. Doch diese kurzen Zeitabschnitte sollten Ihnen bei einem langen Zeithorizont nichts ausmachen. Indem Sie Aktien meiden, sind Sie nicht auf der sicheren Seite. Sie betrügen sich um einen besseren Ruhestand. Vergessen Sie nicht die Auswirkung der Inflation; sie frisst sich kontinuierlich in die ohnehin schwächeren Renditen der Rentenpapiere hinein.

Was ist beängstigender? Kurzfristige Schwankungen oder Altersarmut? Globale Aktien brachten langfristig stetig bessere Renditen als Rentenpapiere. Seien Sie nicht verängstigt, seien Sie clever! Kaufen Sie Aktien. In diesem Jahr gilt: Je mehr desto besser.


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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

UMFRAGE

Eine Studie der Investmentbank Goldman Sachs prognostiziert einen Anstieg des Ölpreises in den kommenden zwei Jahren von derzeit rund 125 auf bis zu 200 Dollar. Was ist Ihre Meinung?

Ja, 200 Dollar sind durchaus realistisch.

Nein, der Ölpreis wird eher fallen und die 200-Dollar-Marke wird bis Ende 2009 nicht erreicht.

 
 Umfrageergebnis
 Umfragearchiv
INTRADAY CHARTS
Dax TecDax DowJones Nasdaq
DAX 30 TOPS+FLOPS
 Continental 82,50 +4,17%
 Henkel 30,58 +3,42%
 Adidas AG 46,70 +2,64%
 E.ON 130,55 -0,46%
 Commerzbank 22,75 -4,01%
 Dt. Telekom 11,21 -5,96%
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