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16.05.2008 
Der Markt-Monitor

Auch Japan überraschend stark

von Frank Wiebe

Einen Unterschied gibt es freilich zwischen Deutschland und Japan: Während die deutschen Zahlen gestern den Markt so ziemlich kalt gelassen haben, gab es in Japan doch eine Aufwärtsbewegung bei einigen Exportwerten. Grund dafür waren nicht nur die Wachstumszahlen, sondern auch Unternehmensnachrichten. Aber gute Nachricht von der Konjunkturfront dürfte unterstützt haben.

Man darf die Zahlen nicht überwerten. Sie bilden vor allem die Vergangenheit ab, das erste Quartal. Die kommenden Quartale dürften schon deutlichere Bremsspuren zeigen, einen stärkeren Einfluss der Wirtschaftskrise in den USA. Auf der anderen Seite: Die große Finanzkrise scheint sich zumindest von der Stimmung her etwas zu beruhigen, wenn auch die realen Probleme auf dem US-Immobilienmarkt keineswegs gelöst sind. Vielleicht darf man die starken Zahlen in Japan und Deutschland deswegen trotzdem als Indiz nehmen: Ja, die Weltwirtschaft ist sehr robust, sie kann daher auch einiges an Problemen aushalten.

Ich persönlich vermute, dass es irgendwann im Laufe des Jahres noch einmal zu einer Schwäche an der Börse kommen wird. Nämlich dann, wenn die bisher nur gefürchteten Auswirkungen der US-Probleme deutlicher in Zahlen, etwa in Unternehmensgewinnen, zu sehen sind. Aber ein wirkliches Absturzszenario müssen wir vielleicht doch nicht mehr fürchten.

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