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HANDELSBLATT, Freitag, 9. Mai 2008, 22:42 Uhr
Marktbericht US-Börsen

Wall Street schließt im Minus

Der Rekord-Verlust des weltgrößten Versicherers AIG und der auf knapp 126 Dollar gestiegene Ölpreis haben die US-Börsen am Freitag deutlich ins Minus gedrückt. "Gerade hat sich Hoffnung breit gemacht, das Schlimmste der Kreditkrise sei vorbei, da weckt AIG neue Sorgen", sagt ein Händler. Der hohe Ölpreis schürte Inflationsängste und Befürchtungen, die Verbraucher könnten ihr Geld künftig noch mehr zusammenhalten.


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 Die New Yorker Börse in der Wall Street, in der auch zahlreiche Banken ihren Sitz haben. Foto: dpa
Bild vergrößern Die New Yorker Börse in der Wall Street, in der auch zahlreiche Banken ihren Sitz haben. Foto: dpa

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent im Minus bei 12 745 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte 0,7 Prozent schwächer bei 1 388 Zählern, der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,2 Prozent leichter mit 2 445 Punkten. Damit fiel der Dow im Wochenverlauf um 2,5 Prozent, der S&P 500 um 1,8 Prozent und der Nasdaq um 1,3 Prozent.

Der Versicherer American International Group hatte mitgeteilt, in Folge der US-Kreditmarktkrise mit 7,8 Mrd. Dollar den höchsten Quartalsverlust seiner Geschichte erlitten zu haben. Der Konzern will zudem mit einer Kapitalerhöhung 12,5 Mrd. Dollar einnehmen. Die Aktien gingen mit einem Abschlag von mehr als acht Prozent auf 40,28 Dollar aus dem Handel. "Die Finanzwerte haben eine weitere Schwächeperiode durchgemacht und AIG macht eine schlechte Figur", sagte Bruce Zaro von Delta Global Advisors. Allerdings hätten die Märkte jüngst schon einen Aufschwung erlebt, daher könne man die letzten zwei Tage auch nur als Pause ansehen.

Überraschende Nachrichten kamen von der Citigroup: Die bislang mit am härtesten von der Finanzkrise getroffene US-Bank kündigte an, sich in den kommenden Jahren von Beteiligungen mit einem Buchwert von 400 Mrd. Dollar trennen zu wollen. Citigroup-Aktien fielen um 2,8 Prozent.

Zu den Verlierern gehörten auch Werte aus der Pharmabranche. Aktien von Mylan schlossen über acht Prozent im Minus, nachdem das Unternehmen enttäuschende Zahlen vorgelegt hatte.

Die Papiere von Bristol Myers Squibb verbuchten ebenfalls Verluste. Die Nachricht über eine bald in Europa auf den Markt kommende Generika-Version des Blutverdünners Plavix drückte auf die Stimmung und die Aktie beendete den Handel 4,7 Prozent im Minus.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Auch Aktien von Ölkonzernen geben nach


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Wer in diesen Tagen nach dem smartesten Banker an der Wall Street sucht, hat es schwer. Die Finanzkrise hat die Reputation fast aller Finanzprofis ramponiert. Wenn es in dieser trüben Zeit überhaupt noch einen Glanzpunkt gibt, dann ist es Ihr Vermögensverwalter Blackrock, Mr. Fink. Eine E-Mail an laurence.fink@blackrock.com.

Von Torsten Riecke

UMFRAGE

Eine Studie der Investmentbank Goldman Sachs prognostiziert einen Anstieg des Ölpreises in den kommenden zwei Jahren von derzeit rund 125 auf bis zu 200 Dollar. Was ist Ihre Meinung?

Ja, 200 Dollar sind durchaus realistisch.

Nein, der Ölpreis wird eher fallen und die 200-Dollar-Marke wird bis Ende 2009 nicht erreicht.

 
 Umfrageergebnis
 Umfragearchiv
INTRADAY CHARTS
Dax TecDax DowJones Nasdaq
DAX 30 TOPS+FLOPS
 ThyssenKrupp 45,02 +2,23%
 Continental 77,77 +1,46%
 Dt. Bank 76,60 +1,36%
 Metro 49,570 -0,10%
 Bayer 55,88 -0,11%
 Merck 86,75 -1,08%
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