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18.02.2008 
Vergleich zum Euro

Britisches Pfund verliert an Boden

Bedenken wegen einer anhaltenden Instabilität im britischen Finanzsektor haben das Pfund Sterling zum Wochenstart belastet. Hintergrund dafür ist die am Wochenende erfolgte Ankündigung der Regierung, den stark vor der Immobilienkrise belasteten Finanzierer Northern Rock in den Staatsbesitz zu übertragen.

HB FRANKFURT. Nachdem Finanzminister Alistair Darling am Sonntag die Verstaatlichung der angeschlagenen Hypothekenbank Northern Rock angekündigt hat, gab die britische Währung am Montag 0,3 Prozent zum Euro und 0,5 Prozent zum Dollar nach.

Am Devisenmarkt nahmen Spekulationen zu, dass die Bank of England den Leitzins weiter senken wird. Zinsentscheider Timothy Besley warnte, die verschlechterten Kreditbedingungen drohten das Konsumwachstum in den kommenden Monaten zu dämpfen.

Der Euro verlor leicht gegenüber dem Dollar. Die Aussicht auf ein nachlassendes Wirtschaftswachstum in Europa ließ die Gemeinschaftswährung 0,2 Prozent nachgeben auf 1,4647 Dollar. EZB-Ratsmitglied Christian Noyer erklärte, das Wirtschaftswachstum in der EU drohe schwächer auszufallen als es die Europäische Zentralbank erwartet habe. Dies bestärkte Markterwartungen, dass die Währungshüter die Geldpolitik in diesem Jahr lockern werden. Schub für den Dollar brachte der Zinsausblick für die USA. Am Zinsterminmarkt erwarten inzwischen weniger Händler, dass die US-Notenbank den Leitzins nächsten Monat um einen dreiviertel Prozentpunkt senken wird.

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