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HANDELSBLATT, Donnerstag, 6. März 2008, 08:32 Uhr
Ölmacht Iran

Iran schwimmt in Petro-Euros

Von Mathias Brüggmann

Das islamische Land fördert momentan so viel Öl wie seit der Revolution 1979 nicht mehr. Das überrascht, den Experten berichten seit Jahren über veraltete Anlagen und mangelnde Investitionen. Jetzt macht sich Teheran ein weiteres mal für eine Senkung der OPEC-Fördermengen stark.


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Der iranische Ölminister Gholamhussein Nozari. Foto: ap
Bild vergrößernDer iranische Ölminister Gholamhussein Nozari. Foto: ap

BERLIN. Iran verlangt bereits seit längerem eine Senkung der Opec -Ölproduktion und will dies jetzt durchsetzen: "Vergangene Jahre haben gezeigt, dass im zweiten Quartal die Nachfrage zurückgeht und dass eine niedrigere Höchstfördermenge notwendig sein kann", erklärte Teherans neuer Ölminister Gholamhossein Nozari vor seiner Abreise zu dem Opec -Treffen.

Zuvor hatte Nozari bekannt gegeben, dass Iran in dem bis Ende März laufenden iranischen Kalenderjahr mit einer Ölförderung von 4,2 Mill. Barrel am Tag den höchsten Stand seit der Islamischen Revolution 1979 erreicht habe. Davor und vor dem Krieg mit dem Irak habe die Produktion täglich bei sechs Mill. Fass gelegen. Insgesamt werde Teheran mit einem Gewinn von 63 Mrd. Dollar aus seinem Ölgeschäft einen Einnahmerekord erzielen. Er rechne für dieses Jahr bei anhaltend hohen Ölpreisen mit einem ähnlichen Ergebnis - allerdings in Form von Petro-Euros, denn Teheran hat wegen der zunehmenden Sanktionen seine Exporte von Dollar auf Euro umgestellt.

Diese Zahlen überraschen. Analysten hatten seit Jahren über eine sinkende Erdölförderung der Mullahs berichtet. Als Grund wurden die stark veralteten Anlagen und mangelnde Investitionen genannt. Dieses Problem könnte nun aber mit Hilfe Russlands und Chinas überwunden werden: Gazprom Neft, die Öltochter des weltgrößten Gaskonzerns, hat gerade mit Teheran den Einstieg in die Rohölförderung in Iran vereinbart. Und Chinas Energiekonzern CNOOC steht laut iranischer Agentur Fars vor dem Abschluss eines 16 Mrd. Dollar umfassenden Produktionsvertrages mit den Persern. Zwar geht es dabei vor allem um das Gasgeschäft, doch werden laut Analysten durch die ausländischen Partner im Gassektor Investitionsmittel für den Ölsektor frei.


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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

UMFRAGE

Eine Studie der Investmentbank Goldman Sachs prognostiziert einen Anstieg des Ölpreises in den kommenden zwei Jahren von derzeit rund 125 auf bis zu 200 Dollar. Was ist Ihre Meinung?

Ja, 200 Dollar sind durchaus realistisch.

Nein, der Ölpreis wird eher fallen und die 200-Dollar-Marke wird bis Ende 2009 nicht erreicht.

 
 Umfrageergebnis
 Umfragearchiv
INTRADAY CHARTS
Dax TecDax DowJones Nasdaq
DAX 30 TOPS+FLOPS
 Continental 82,45 +4,10%
 Henkel 30,63 +3,58%
 TUI 18,04 +2,59%
 E.ON 130,55 -0,46%
 Commerzbank 22,61 -4,60%
 Dt. Telekom 11,21 -5,96%
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