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HANDELSBLATT, Freitag, 25. April 2008, 19:21 Uhr
Rohstoffe

Politische Sorgen lassen Ölpreis steigen

Die Furcht vor steigenden Spannungen zwischen den USA und Iran haben den Ölpreis am Freitag zusätzlich angeheizt. Berichte über einen angeblichen Zwischenfall im Persischen Golf beförderten den Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI um 2,7 Prozent auf 119,20 Dollar. Das Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um 2,5 Prozent auf 117,25 Dollar je Barrel.


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HB FRANKFURT. Ein US-Containerschiff hat im Golf nach Angaben von Vertretern des US-Verteidigungsministeriums auf iranische Kleinboote geschossen. Es habe sich um Warnschüsse gehandelt, ein „ernsthafter Zwischenfall“ sei verhindert worden. Das iranische Fernsehen wies die US-Darstellung zurück. Es habe im Golf keine Konfrontation mit einem US-Schiff gegeben, das US-Feuer sei wohl auf nicht-iranische Boote gerichtet gewesen.

Bereits vor den Meldungen hatten Spekulationen auf eine Angebotsverknappung in Nigeria und der Nordsee dem Ölpreis einen Schub nach oben gegeben. Händlern zufolge legte der Ölpreis zu, nachdem eine Rebellengruppe sich zu einem Anschlag auf eine von Shell betriebene Ölpipeline in Nigeria bekannt und weiteren Attacken angedroht hatte. In der Nordsee hat BP wegen eines bevorstehenden Streiks in einer wichtigen schottischen Raffinerie eine Pipeline geschlossen, über die rund die Hälfte der britischen Ölförderung fließt.


» Interaktive Grafik: Das internationale Rohstoffmonopoly


Experten erwarten weiterhin hohe Preise, weil die Nachfrage in Indien und China voraussichtlich schneller steige als die Nachfrage in den USA wegen der Konjunkturabkühlung zurückgehe. „Sofern die Opec die sich abzeichnende Angebotslücke nicht schließt, war das Rekordhoch von knapp 120 Dollar pro Barrel immer noch nicht das Ende der Fahnenstange“, prognostiziert LBBW-Rohstoffanalyst Frank Schallenberger. Die Feinunze Gold kostete am Abend 885,95 Dollar.


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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

UMFRAGE

Eine Studie der Investmentbank Goldman Sachs prognostiziert einen Anstieg des Ölpreises in den kommenden zwei Jahren von derzeit rund 125 auf bis zu 200 Dollar. Was ist Ihre Meinung?

Ja, 200 Dollar sind durchaus realistisch.

Nein, der Ölpreis wird eher fallen und die 200-Dollar-Marke wird bis Ende 2009 nicht erreicht.

 
 Umfrageergebnis
 Umfragearchiv
INTRADAY CHARTS
Dax TecDax DowJones Nasdaq
DAX 30 TOPS+FLOPS
 Continental 82,50 +4,17%
 Henkel 30,58 +3,42%
 Adidas AG 46,70 +2,64%
 E.ON 130,55 -0,46%
 Commerzbank 22,75 -4,01%
 Dt. Telekom 11,21 -5,96%
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