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22.05.2008 
Steigende Preise

Ölpreis überspringt Marke von 135 Dollar

Der Ölpreis hat erstmals die Marke von 135 Dollar übersprungen – das entspricht mehr als sechs Dollar an einem Tag. Mit diesem neuerlichen Preisanstieg ist Öl derzeit etwa doppelt so teuer wie noch vor einem Jahr. Nun wird der Ruf nach einem internationalen Öl-Preis-Gipfel laut.

Ölförderung in Texas: Die Rohölvorräte der USA sind überraschend gesunken. Foto: apLupe

Ölförderung in Texas: Die Rohölvorräte der USA sind überraschend gesunken. Foto: ap

HB NEW YORK. An der New Yorker Rohstoffbörse kostete US-Leichtöl am Mittwochabend im nachbörslichen Handel bis zu 135,04 Dollar pro Barrel (159 Liter).

Als Grund für den anhaltenden Preisanstieg nannten Experten unter anderem die steigende Nachfrage und daraus resultierende Versorgungsängste.

Die US-Regierung hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die Vorräte an Rohöl und Benzin in der vergangenen Woche unerwartet gesunken seien. Öl ist derzeit etwa doppelt so teuer wie vor einem Jahr.

Angesichts immer neuer Rekordpreise für Rohöl und Kraftstoff fordert die Bundestagsfraktion der Grünen einen Krisengipfel der internationalen Gemeinschaft.

Durch die drohenden Versorgungsengpässe sei dringender Handlungsbedarf gegeben, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bärbel Höhn der „Bild“-Zeitung.

„Das Problem lässt sich nur international lösen“, sagte sie. „Wir brauchen einen Gipfel, um gemeinsam die Nachfrage zu senken und die Spekulation in den Griff zu bekommen.“

Rund ein Drittel des Ölpreises gehe auf Spekulanten zurück, die die Nachfrage künstlich nach oben trieben, meinte Höhn. Weiteres Ziel einer konzertierten Aktion müsse es sein, unabhängiger von fossilen Rohstoffen zu werden.

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