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06.06.2008 
Rohstoff-Hausse

US-Ölpreis schießt auf neues Rekordhoch

Der Ölpreis hat am Freitagabend erstmals über 139 Dollar pro Fass notiert. Das Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich an der Nymex um mehr als zehn Dollar, nachdem es bereits gestern um sechs Dollar angezogen hatte. Eine Entspannung bei den Kraftstoffpreisen rückt damit in weite Ferne. Und Morgan Stanley sieht die 150-Dollar-Marke bereits in Reichweite.

Schon am Donnerstag hatte sich das Fass Öl um rund sechs Dollar verteuert.  Am Freitag kamen noch einmal mehr als zehn hinzu. Foto: dpa.Lupe

Schon am Donnerstag hatte sich das Fass Öl um rund sechs Dollar verteuert. Am Freitag kamen noch einmal mehr als zehn hinzu. Foto: dpa.

HB FRANKFURT. Börsianer begründeten die Rally am Ölmarkt unter anderem mit dem schwachen Dollar. Die US-Währung war am Nachmittag nach schwachen Daten vom US-Arbeitsmarkt weiter abgerutscht. Durch die Umschichtung spekulativer Anlagegelder entwickelt sich der Ölpreis häufig entgegengesetzt zum Dollarkurs, obwohl eine schwache Konjunktur die Ölnachfrage bremst.

Zum anderen treibt eine Studie der Analysten von Morgan Stanley den Preis nach oben. Die Experten sehen den Ölpreis bis zum 4. Juli, dem US-Feiertag „Independence Day“, auf 150 Dollar je Barrel steigen.

Der Ölpreis erreichte am Freitag ein neues Rekordhoch von über 139 Dollar: Das Fass US-Leichtöl der Sorte WTI (West Texas Intermediate) verteuerte sich zeitweise um mehr als elf Dollar auf bis zu 139,12 Dollar. Damit hat sich der Ölpreis innerhalb von zwei Tagen um mehr als 16 Dollar erhöht.

Das in Europa führende Nordseeöl der Sorte Brent kostete zum Wochenschluss 137,58 Dollar und damit knapp acht Prozent mehr als noch am Vortag.


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Händler führten außerdem Äußerungen eines israelischen Ministers über einen möglichen Angriff auf den Iran ins Feld. "Wenn der Iran sein Programm zur Entwicklung einer Atombombe fortsetzt, werden wir angreifen", sagte Israels Vize-Regierungschef Schaul Mofas am Freitag der Tageszeitung "Jedioth Ahronoth".

Die internationalen Sanktionen seien offenbar wirkungslos. "Ein Angriff wird unvermeidlich sein, um den Iran an seinen Atomplänen zu hindern." Israel hat sich wie die USA einen Militärschlag im Atomkonflikt mit dem Iran vorbehalten.

Mofas ist aber der erste, der die Drohung in solch deutlichen Worten ausspricht. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat wiederholt erklärt, der jüdische Staat müsse von der Landkarte verschwinden.

Schon am Vortag hatte sich das Fass Öl um rund sechs Dollar verteuert, nachdem EZB-Präsident Jean-Claude Trichet überraschend eine Zinserhöhung für Juli ins Spiel gebracht und damit den Euro auf Höhenflug geschickt hatte.

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