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13.05.2008 
Fast 127 Dollar

Wieder Rekordpreis bei US-Öl

Eigentlich sah es aufgrund korrigierter Prognosen nach einer Entspannung bei der anhaltenden Rekordjagd des Ölpreises aus. Praktisch schwang sich der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate nach einem Zwischentief zu einem neuen Spitzenwert auf – und überquerte dabei beinahe die 127-Dollar-Marke.

HB NEW YORK/LONDON. Der US-Ölpreis ist am Dienstag im späten Handel auf einen neuen Rekord von fast 127 US-Dollar gestiegen. In der Spitze kletterte der Preis für ein Barrel (je 159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juni bis auf 126,98 US-Dollar. Zuletzt kostete ein Barrel 125,73 Dollar. Das sind 1,50 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 1,06 Dollar auf 123,97 Dollar nachdem er zuvor bis auf 124,99 Dollar geklettert war.

Die Ölpreise waren zuvor im Tagesverlauf deutlich unter Druck geraten. Dafür hatte eine gesenkte Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) gesorgt. So war der WTI-Preis zeitweise bis auf 123,12 Dollar gefallen und der Brent-Preis bis auf 121,95 Dollar. Die IEA hatte ihre Prognose für die Rohölnachfrage im Jahr 2008 reduziert. Die Prognose für die Ölnachfrage wurde um 390 000 Barrel je Tag auf 86,8 Millionen Barrel je Tag reduziert. Die IEA hält zudem weitere Senkungen der Prognose für wahrscheinlich. Die hohen Ölpreise dürften die Nachfrage weiter vermindern, begründete die IEA ihre Einschätzung.


» 12 Fakten: Was jeder über Erdöl wissen sollte


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