0 Bewertungen
07.11.2007 
Londons neuer Hochglanzbahnhof

Champagner in St. Pancras

Ein Gläschen Champagner und der britische Schienenverkehr hatten bisher nicht viel gemein. Von nun an schon. Am Dienstagabend weihte Königin Elizabeth II. mit einer pompösen Zeremonie den frisch renovierten Hochglanzbahnhof St. Pancras in London ein.

Die Renovierung des Bahnhofs kostete rund 8,3 Milliarden Euro. Foto: apLupe

Die Renovierung des Bahnhofs kostete rund 8,3 Milliarden Euro. Foto: ap

HB LONDON. Von der Station im Norden der Metropole fährt künftig nicht nur der Hochgeschwindigkeitszug Eurostar nach Paris und Brüssel - der Prachtbau beherbergt auch Europas längste Champagnerbar. Das Milliardenprojekt soll für ein neues Zeitalter des Zugverkehrs im Vereinten Königreich stehen. London ist um eine Attraktion reicher.

„Die bemerkenswerte Wiedergeburt dieses großartigen und glänzenden Bahnhofs bedeutet, dass die Menschen in ganz Großbritannien ein bisschen näher an Europa gerückt sind“, sagte die Monarchin. Für diesen Schritt wurden keine Kosten und Mühen gescheut: Das riesige Verkehrsprojekt kostete rund 8,3 Milliarden Euro und dauerte mehr als zehn Jahre.

Statt wie bisher vom Bahnhof Waterloo läuft vom 14. November an der Eurostar von St. Pancras in Richtung Kontinent. Höchstgeschwindigkeit: 300 Stundenkilometer. Die Reisenden sparen dadurch jeweils 20 Minuten. Nach Brüssel beträgt die Fahrzeit dann 1 Stunde und 51 Minuten und nach Paris 2 Stunden und 15 Minuten. Bis 2010 will Eurostar zehn Millionen Passagiere transportieren. Vor allem Geschäftsreisenden sollen vom Flugzeug in den Zug umsteigen.

Auch Deutschland könnte von der Erneuerung profitieren, liebäugelt die Deutsche Bahn doch schon mit der Schnellverbindung durch den Ärmelkanal-Tunnel nach London. Die Strecke von Köln über Brüssel sei „sehr attraktiv“, sagte ein Bahnsprecher. Dass aber die Bahn bei dem Betreiber Eurotunnel bereits einen Antrag für die Nutzung des Tunnels eingereicht habe, wie britische Zeitungen berichten, wies er zurück.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die Luxusherberge kommt 2009

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

Bildergalerien

 

zurück  vor
  • Science Fiction in der Wü...

    Science Fiction in der Wüste

    Megaprojekte in Dubai und den anderen Wüstenemiraten sorgen weltweit für Aufsehen. Einzigartig ist die bereits bezogene künstliche Palmeninsel Jumeirah. Doch die Emirate übertrumpfen sich weiter selbst. Die neusten Pläne klingen nach purer Science Fiction. Bildergalerie 

  • Von Alterpräsidenten, Par...

    Von Alterpräsidenten, Party-Königen und Auslaufmodellen

    Wer beim Turnier in Österreich und der Schweiz die Gewinner und Verlierer jenseits des sportlichen Abschneidens waren – eine etwas andere Nachlese zur Fußball-Europameisterschaft 2008.Bildergalerie 

  • Topmodels und Teletubbies

    Topmodels und Teletubbies

    Die Wahrheit liegt neben dem Platz: Eine Fußball-Europameisterschaft ist nicht nur eine Messe für die wichtigsten Fußball-Trends – sie verrät auch viel über die stilistischen Entwicklungen der Branche. Die wichtigsten Erkenntnisse des gerade zu Ende gegangenen Turniers...Bildergalerie 

  • WM 2010: Aspirin und Ping...

    WM 2010: Aspirin und Pingpong

    Nach der Bergtour die Safari: Ein satirischer Ausblick auf das DFB-Team bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika.Bildergalerie