British Airways wiegelte ab, es habe ein paar kleinere Probleme gegeben, wie sie bei Inbetriebnahme eines so großen Komplexes nicht ungewöhnlich seien. Mitarbeiter hätten länger als erwartet gebraucht, um ihre Autos zu parken und die Sicherheitskontrollen zu passieren. Auch habe es Probleme mit dem Gepäcksystem gegeben. Um 14 Uhr dann zog die Fluggesellschaft die Notbremse und sagte 34 Flüge nach Europa und innerhalb von Großbritannien komplett ab.
Schon am Vortag hatte BAA in letzter Minute die Sicherheitsprozeduren umstellen müssen. Im neuen Terminal 5 sollten alle Passagiere, die in Inlandsflüge einsteigen oder die von Auslands- in Inlandsflüge umsteigen, vor der Sicherheitskontrolle und vor dem Einsteigen ins Flugzeug Fingerabdrücke abgeben und fotografiert werden. Bei einer Pressebesichtigung im Januar reagierten Vertreter von BAA und BA noch erstaunt auf die Frage, ob das nicht datenschutzrechtliche Fragen aufwerfe. Doch nun verzichten sie erst einmal auf die Sicherheitsmaßnahme, die sie ergriffen haben, damit sich im weitläufigen Einkaufs- und Gastronomiebereich des Terminals internationale und nationale Passagiere mischen können. Der britische Datenschutzbeauftragte hatte gewarnt, dass sie möglicherweise gegen geltendes Recht verstoße.
Der neue Terminal 5 kostete sechs Milliarden Euro und war seit 19 Jahren in Vorbereitung. Er wird ausschließlich von British Airways genutzt. Die Fluggesellschaft zieht hier fast alle Flüge an ihrem Drehkreuz London-Heathrow zusammen. Das Gebäude soll die drangvolle Enge in Heathrow beenden. Als nächster Schritt wird das klaustrophobisch enge Terminal 2 abgerissen und durch ein neues, noch größeres Zentralgebäude ersetzt.
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