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14.02.2008 

Welche Konsequenzen sind zu ziehen? Die Justiz sollte fair, aber gnadenlos verfahren. Denn wenn zusätzlich noch der Eindruck entsteht, dass die Elite besser behandelt wird als der Normalbürger, dann ist das auch für die Elite verheerend.

Zweitens sollten Manager – und zwar gerade die erfolgreichen – sich immer wieder klarmachen, dass sie nicht über den Spielregeln stehen, sondern sie besonders eifrig zu befolgen haben. Wer zur Elite gehört, muss sich auch so benehmen.

Drittens sollten aber auch die Leute, die im Umfeld von Topmanagern arbeiten, ihnen hin und wieder auf die Füße treten, wenn diese offensichtlich die Bodenhaftung verlieren. Das hilft als Vorbeugung gegen Affären ebenso wie manchmal auch im täglichen Geschäft.

Ganz hilfreich sind vielleicht auch die Anstrengungen, Nachwuchsmanager schon in der Ausbildung mit klaren Spielregeln für das Geschäftsleben zu konfrontieren. Und zwar nicht mit Ethik als „weichem“ Zusatzfach, das man nach dem Examen schnell wieder vergisst, sondern als integralem Bestandteil einer persönlichen Erfolgsstrategie.

Wenigstens in diesem Punkt haben spektakuläre Affären eine gute Seite: Sie geben ein schlechtes Beispiel. Sie zeigen, wie dumm es ist, sich eine überaus erfolgreiche Karriere am Ende noch zu ruinieren, weil man gedacht hat, bestimmte Spielregeln würden nur für die anderen gelten.

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