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17.10.2007 
Münchener Rück

Kommentar: Gefährlicher Schwenk

von Rita Lansch

Der Kauf des amerikanischen Erstversicherers Midland durch die Münchener Rück zeigt zwei Dinge: zum einen, dass die Münchener mit ihrer Neuausrichtung ernst machen. Sie wollen partout – nicht nur auf dem US-Markt – profitabel wachsen. Und das ist derzeit nicht einfach.

Der Deal zeigt aber auch, dass der zweitgrößte Rückversicherer der Welt dem ureigenen Kerngeschäft wenig Chancen einräumt, dieses gewünschte Wachstum zu erreichen. Der Markt für Rückversicherungen, also die Versicherung von Versicherungsgesellschaften, ist derzeit stark unter Druck.

Die Preise fallen und mit ihnen der Spielraum für Wachstum und Gewinn. Zudem geht die Nachfrage der Kunden nach Rückversicherungsschutz mit der Konsolidierungswelle in der Branche zurück. Außerdem landen bei den Rückversicherern vornehmlich volatilere Risiken, was Investoren nicht schätzen.

Der Schwenk in Richtung Endkunden ist logisch, jedoch gefährlich. Schließlich tritt ein Rückversicherer damit direkt in Konkurrenz zu seinen Kunden. Da mögen die Münchener noch so oft betonen, dass die Erst- und Rückversicherungsmärkte zusammenwüchsen.

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