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HANDELSBLATT, Donnerstag, 8. Mai 2008, 17:46 Uhr

Internationale Hilfe erreicht Birma

Fünf Tage nach dem verheerenden Wirbelsturm „Nargis“ hat die Militärregierung in Birma erstmals einem internationalen Flugzeug mit Hilfsgütern die Landung erlaubt. Amerikanische Militärflugzeuge mit Hilfsgütern wurden indessen weiterhin nicht ins Land gelassen.


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Soldaten verladen Hilfsgüter, nachdem erste Lieferungen aus dem Ausland eingetroffen sind. Foto: dpa
Bild vergrößernSoldaten verladen Hilfsgüter, nachdem erste Lieferungen aus dem Ausland eingetroffen sind. Foto: dpa

ap RANGUN. Eine italienische Transportmaschine des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen brachte am Donnerstag Lebensmittel und Medikamente nach Rangun. Auch wurden dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) Lkw-Transporte mit Plastikplanen und Zelten über die thailändische Grenze genehmigt. Amerikanische Militärflugzeuge mit Hilfsgütern wurden indessen weiterhin nicht ins Land gelassen.

Nach der Landung des italienischen Flugzeugs mit proteinreichen Keksen und anderen Versorgungsgütern erklärte ein UN-Sprecher, es stünden noch drei weitere Maschinen bereit. Es sei jedoch unklar, wann sie nach Birma starten dürften. Auch zahlreiche Visa-Anträge von UN-Rettungsteams seien noch nicht gewährt worden.

Zwei Flugzeuge mit Hilfsgütern des Roten Kreuzes erhielten inzwischen Landegenehmigungen. Eine Chartermaschine und ein Linienflugzeug von Thai Airways würden voraussichtlich am Donnerstagabend in Malaysia starten, sagte Rot-Kreuz-Koordinator Bernd Schell in Bangkok. Zunächst würden jedoch nur kleinere Ladungen ins Katastrophengebiet gebracht, um zu testen, ob die Militärregierung die Güter wie versprochen beim Roten Kreuz belasse.

Bislang berichteten Hilfsorganisationen, die Junta verteile ausländische Hilfslieferungen selbst. Amnesty International zufolge verzögern einige Spender deshalb ihre Hilfsangebote aus Sorge, die dringend benötigten Güter könnten an die Streitkräfte gehen. WFP-Regionaldirektor Anthony Banbury deutete an, die Vereinten Nationen hätten ähnliche Bedenken. „Wir werden unsere Lieferungen nicht einfach zu einem Flughafen bringen, abladen und wieder abheben“, sagte Banbury.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Ausbruch von Seuchen befürchtet


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