JournalVermischtes
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Freitag, 22. September 2006, 17:15 Uhr
 Mehr zum Thema: Der Unfall von Lathen
Video

Prozess um Transrapid-Katastrophe hat begonnen (06.05. 17:40)

Artikel

Gutachten zum Transrapid-Unglück (13.04. 13:10)

Artikel

Staatsanwaltschaft verfolgt neue Spur bei Transrapid-Unglück (14.01. 17:33)

Zum Special ...



Die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle sind schwierig. Foto: ap
Bild vergrößernDie Bergungsarbeiten an der Unfallstelle sind schwierig. Foto: ap

Menschliches Versagen vermutet

Der niedersächsische Landesbrandmeister Karl-Heinz Schwarz sagte nach dem Besuch der Unglücksstelle: „Es ist ein schreckliches Bild für uns alle.“ Landrat Bröring sagte: „Ich habe die Gesichter der Feuerwehrleute gesehen, die brauchen einen Notfallseelsorger.“ Mehrere der Pastoren waren zur Anlage gekommen, um dort Angehörige der Opfer zu trösten und schockierten Helfern beizustehen.

Am Nachmittag traf der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff an der Unglücksstelle ein, später wollte sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Bild von der Lage machen.

Die Betreibergesellschaft IABG erklärte, nach derzeitigem Stand der Untersuchungen sei menschliches Versagen Grund für den Unfall, Hinweise auf technische Ursachen gebe es nicht. Dieser Auffassung sind auch Bahnexperten. "Nach den bisher vorliegenden Berichten kommt als alleinige Unfall-Ursache nur menschliches Versagen in Betracht", sagte Prof. Dr.-Ing. Edmund Mühlhans, Experte für Transrapidtechnik, Bahntechnik und Bahnsysteme an der TU Darmstadt, dem Handelsblatt.

„Wir sind tief betroffen über diesen Vorfall und werden schnellstmöglich die genauen Hintergründe klären“, sagte der Geschäftsführer der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft (IABG), Rudolf Schwarz. Ein Team der IABG sei auf dem Weg zur Unfallstelle. Nach den Worten von Schwarz hatte der verunglückte Zug nicht eine Besucherfahrt, sondern eine Messfahrt unternommen. Genaueres sagte er aber nicht.

Tiefensee bricht China-Reise wegen Unfall ab

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat wegen des Transrapid-Unfalls seine China-Reise abgebrochen und einen Krisenstab eingerichtet. Wie das Ministerium am Freitag in Berlin mitteilte, sollte Tiefensee am Samstag früh im Emsland eintreffen, um sich so schnell wie möglich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Der Leiter des Krisenstabes, Staatssekretär Jörg Hennerkes, reiste den Angaben zufolge bereits am Freitag an den Unglücksort.

Tiefensee habe während eines Gesprächs mit dem chinesischen Eisenbahnminister von dem Unglück erfahren, sagte sein Sprecher Dirk Inger. Der Minister sprach den Angehörigen und Verletzten sein tiefes Mitgefühl aus. „Das ist eine schreckliche Katastrophe. Sie muss sofort vollständig aufgeklärt werden.“ Er habe auch von Peking aus telefonisch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über das Unglück gesprochen.

Auf Fragen, ob der Unfall ein Ende des Transrapid-Projektes in München bedeute, sagte Tiefensee dem Nachrichtenmagazin „Focus“: „Nein. Diese Frage hat für mich heute keine Priorität. Erst müssen wir die Gründe für dieses Unglück herausfinden.“ Über die Konsequenzen für die Verhandlungen mit China über die Verlängerung der ersten kommerziellen Magnetbahnstrecke der Welt in Schanghai wollte sich Tiefensee vor Journalisten nicht äußern. Noch am Nachmittag hatte er auf Fragen nach dem jüngsten Brand in einem Transrapid-Waggon in Schanghai betont, der Zug sei eine „Erfolgsgeschichte“, was Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit angehe. Tiefensee wollte ursprünglich bis Sonntag in China bleiben.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Eichel warnt vor schnellen Schlüssen


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel Mindestens 100 Tote bei Brand an Öl-Pipeline (15.05. 21:57)
Exklusivmeldung Die Stunde des Militärs(15.05. 14:02)
Exklusivmeldung Im Tal des Todes(15.05. 08:20)
Artikel 128 000 Tote in Birma befürchtet(14.05. 19:25)
Artikel „Ich habe aufgehört, die Opfer zu zählen“ (14.05. 12:28)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

WETTER
An dieser Stelle gibts täglich frisch den aktuellen Wetterbericht.
VIDEO-VERMISCHTES

DRK hilft bei Trinkwasser in Birma

 Alle Videos

time to relax
BILDERGALERIEN
BildergalerieReise ins Tal des Todes
BildergalerieWie China mit der Katastrophe umgeht
BildergalerieChina unter Schock
BildergalerieAusländische Hilfe in Birma unerwünscht
BildergalerieOlympische Fackel auf dem Dach der Welt
FALKENSTEINS WEINPROBE


Steil aufwärts


Der TLY 60 der Firma Geier aus Marling bei Bozen leistet Unglaubliches. Das Raupenfahrzeug, ausgerüstet mit Ketten aus Hartgummi und einem robusten 60-PS-Motor, schafft Steilhänge bis zu 70 Prozent Steigung. Auch schlüpfrige Schieferböden machen dem Kraftpaket nichts aus. Die nächste Generation soll es schon führerlos schaffen – mit Fernbedienung.

Von Pit Falkenstein
» Weinkarte starten

Handelsblatt.com
www.gutefrage.net: Antworten auf Ihre Fragen!
Anzeige
Neue Fragen zum Thema Finanzen:
PARTNERSUCHE
Liebe muss kein Zufall sein
ParshipFinden auch Sie den Partner, der wirklich zu Ihnen passt. Mit PARSHIP.de.
» jetzt kostenlos testen

Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Steueroptimierung

Dem Fiskus ganz legal Paroli bieten: Mit täglichen Steuertipps von Konz.
Flughafen-Quiz

Kennen Sie sich auf den Airports dieser Welt aus? Machen Sie den Test!
@ SPEED - Das Spiel

Finger lockern und los geht´s: Wie gut fahren Sie im Berufsverkehr?
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick