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07.05.2008 

In der Millionenmetropole Rangun schossen die Preise für Lebensmittel in die Höhe. Auf den Märkten verdoppelte sich der Preis für Reis, Speiseöl und Trinkwasser. In einem Vorort der Großstadt mussten für einen Sack Reis umgerechnet 25 Euro bezahlt werden - ein astronomischer Preis in einem Land, wo die meisten Menschen mit weniger als zwei Dollar (1,30 Euro) pro Tag auskommen müssen.

In einigen Vierteln Ranguns gab es am Mittwoch wieder Elektrizität, die meisten Einwohner waren jedoch nach wie vor von der Stromversorgung abgeschnitten und konnten damit auch ihre elektrischen Wasserpumpen nicht benutzen.

Der Wirbelsturm war am Samstag über Birma hinweggerast und hat im Irrawaddy-Delta eine unbeschreibliche Spur der Verwüstung hinterlassen. Am Mittwoch öffneten einige Läden in dem Gebiet wieder. Sie wurden sofort von Hungrigen gestürmt, wie ein Sprecher des Welternährungsprogramms (WFP) in Bangkok unter Berufung auf Mitarbeiter vor Ort sagte. „Am dringendsten werden Wasser und Essen benötigt“, sagte Andrew Kirkwood von der Hilfsorganisation Save the Children in Rangun. „Viele Leute werden krank. Alles steht unter Salzwasser, und es gibt nichts zu trinken.“

Deutschland und Frankreich appellierten am Mittwoch eindringlich an die birmanische Regierung, ausländische Helfer und Hilfsgüter ins Land zu lassen. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sprach von der „schlimmsten Katastrophe seit dem Tsunami“. Der französische Außenminister Bernard Kouchner teilte mit, Birma habe grünes Licht für zwei Uno-Maschinen mit Hilfsgütern gegeben. Die französische Marine habe auch mehrere Schiffe mit Ausrüstung und Lebensmitteln an Bord vor der Küste des Landes. „Nur verweigert die birmanische Regierung die Genehmigung, um den Menschen zu helfen“, sagte Kouchner.

Das Auswärtige Amt in Berlin verdoppelte die humanitäre Soforthilfe für die Menschen in Birma auf eine Mill. Euro. „Die Bundesregierung ist sehr besorgt angesichts der immer größeren Ausmaße der Katastrophe“, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Ban Ki Moon: Appell an Militärregierung in Birma zur Kooperation

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