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23.02.2007 
US-Arbeitsmarkt

Zahl der Frauen in Führungspositionen sinkt

Auch wenn die USA in puncto Frauen in Führungspositionen als Vorbild gelten, so müssen auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Frauen härter kämpfen als ihre männlichen Kollegen, um vergleichbare Karriereschritte zu gehen. Und der Trend weist in eine bedenkliche Richtung.

Der Rollenwandel der Geschlechter in der Geschäftswelt ist kein Selbstläufer. Foto: HB.com

Der Rollenwandel der Geschlechter in der Geschäftswelt ist kein Selbstläufer. Foto: HB.com

HB NEW YORK. Frauen sind einer Studie zufolge auf den Spitzenpositionen bei US-Firmen weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Lediglich 15,6 Prozent der Vorstandsposten in den 500 umsatzstärksten US-Unternehmen seien 2006 von Frauen besetzt worden, teilte die Forschungsgruppe Catalyst am Donnerstag in New York mit. Dies sei ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr. In den Aufsichtsräten hielten Frauen 14,6 Prozent der Sitze inne, etwa so viel wie 2005. „Wir beobachten durch die Bank, dass es sehr langsam vorwärts geht“, sagte Lois Joy, die an der Studie mitgearbeitet hatte. „Das verdeutlicht, dass Frauen immer noch deutlich mehr Barrieren auf ihrem Karriereweg haben als Männer.“ So würden Frauen oft aus informellen Netzwerken ausgeschlossen und hätten gegen Geschlechter-Stereotypen zu kämpfen. Außerdem fehle es ihnen an Vorbildern, sagte Joy.

Die Studie wird seit zwölf Jahren erhoben. Die Autoren wiesen daraufhin, dass das Wachstum in den ersten Jahren viel größer gewesen sei als in der letzten Zeit. „Das verdeutlicht, dass es keine Garantie für einen Wandel gibt“, sagte Joy.

Wenn es so weitergehe, werde es noch 47 Jahre dauern, bis Frauen die Hälfte der Vorstandssitze von Top-Unternehmen einnehmen, bilanzierten die Forscher.

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