0 Bewertungen
16.05.2008 
Neuer Vorstand bei Düsseldorfer Hypothekenbank

Sanierer führt jetzt DüsselHyp

von Rolf Benders

Ein neuer Vorstand soll die ins Straucheln geratene Düsseldorfer Hypothekenbank für den Verkauf vorbereiten. Nachdem der Einlagensicherungsfonds das angeschlagene Institut Ende April aufgefangen hatte, besetzte er gestern den Vorstand neu.

FRANKFURT. Der ehemalige Chef der Allgemeinen Hypothekenbank Rheinboden (AHBR), Dirk Hoffmann (54), wird die Führung bei der Düsseldorfer Hypothekenbank (DüsselHyp) übernehmen. Dies teilte das Kreditinstitut am Donnerstag mit. Man halte daran fest, das Institut zügig zu verkaufen, sagte ein Sprecherin des Einlagensicherungsfonds. Dafür brauche man Vorstände, die das Vertrauen der Anteilseigner genössen.

Der Einlagensicherungsfonds hatte die Bank vom Unternehmer Wolfgang Schuppli übernommen, um die Pleite des wichtigen Pfandbriefemittenten zu verhindern. Das Institut war in Probleme geraten, weil Anleiheportfolios in der aktuellen Finanzkrise massiv an Wert verloren hatten.

Hoffmann hat sich bei der AHBR einen Namen gemacht, die sich 2001 mit Zinsderivaten verspekuliert hatte. Von 2003 bis 2005 restrukturierte er den Wettbewerber der DüsselHyp. Dann wurde die AHBR an den US-Investor Lone Starverkauft.

Neben Hoffmann berief der Einlagensicherungsfonds Dittmar Hagedorn in den Vorstand, der bis 2004 Vorstand bei der Württembergischen Hypothekenbank gewesen war.

Einzig Friedrich Munsberg verblieb im Führungsgremium der DüsselHyp. Vorstandschef Wolfgang Hampel und Vorstand Arnold Sedlmayr stellten ihre Ämter zur Verfügung; das Vorstandsmitglied Michael Kosche wurde abberufen. Weder die Bank noch der Fonds wollte sich zu Details der Entscheidungen weiter äußern. Der personelle Umbau sei nun abgeschlossen, hieß es lediglich.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Ein Multimilliardenverlust  Artikel in Merkliste

03.07.2008 von Nicole Bastian

War doch alles gar nicht sooo schlimm, mag der erste Blick auf die IKB-Jahresbilanz suggerieren. Ein Nettoverlust im Konzern von 24 Millionen Euro, ein operativer Gewinn von 140 Millionen. Aber weit gefehlt. Denn eigentlich hat die kleine Düsseldorfer Mittelstandsbank einen Multimilliardenverlust gemacht. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

Deutsche Bank: Kommunikation ist alles  Artikel in Merkliste

02.07.2008 von Peter Köhler

Okay, es war kein großes Epos, das die Deutsche Bank am Morgen an die Öffentlichkeit gab. Der nüchterne „Hinweis auf das Ergebnis des zweiten Quartals“ umfasst auf der Homepage gerade mal fünf Zeilen. Die Kernpunkte lauten: kein Verlust von April bis Juni, Kapitalquote gut, kein Bedarf für Kapitalmaßnahmen. Kommentar

weiterHandelsblatt Quiz

Wissenstest: Wie China-tauglich sind sie?

Los geht's!Geschäftsbeziehungen nach China werden immer wichtiger. Dabei muss man allerdings einiges beachten. Denn was in Deutschland normal ist kann in China ...
Testen Sie Ihr Wissen in unserem China-Quiz!
Anzeige