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04.05.2007 
Klaus Zumwinkel

Zweiter Versuch

von Sven Afhüppe, Axel Granzow und Hans-Peter Siebenhaar

Klaus Zumwinkel ist über Nacht zum Objekt der Neugierde geworden. Angeblich drängen ihn mehrere Aufsichtsräte zum Rücktritt von der Spitze des Kontrollgremiums der Deutschen Telekom. Medienberichten zufolge ist man dort besorgt, als Konzernchef der Deutschen Post würde Zumwinkel nicht genügend Zeit für seine Aufgaben bei der Telekom beiben.

Klaus Zumwinkel lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Foto: dpa Lupe

Klaus Zumwinkel lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Foto: dpa

Pünktlich um 10.12 Uhr drückt Klaus Zumwinkel auf die Online-Taste seines Mikrofons und beginnt. Mit monotoner Stimme trägt der Aufsichtsratschef der Deutschen Telekom die Formalien der Hauptversammlung vor. Er vermeidet den Blick in die nicht einmal zur Hälfte gefüllte Kölnarena, klammert sich an sein Manuskript: The same procedure as every year – und doch ist etwas anders.

Fakt ist: Sein Mandat bei der Telekom läuft noch bis Mai kommenden Jahres. Und Zumwinkel, der Routinier, lässt sich von solchen Gerüchten über schwindenden Rückhalt nicht aus der Ruhe bringen. Er wolle erst zum Jahreswechsel im Vorfeld der nächsten Telekom-Hauptversammlung im Mai 2008 über eine Verlängerung seines Mandats entscheiden, verlautet aus seinem Umfeld.

Die Gerüchte über Widerstand im Aufsichtsrat sind nicht neu und kommen rechtzeitig zur Hauptversammlung wieder auf. Bereits im vergangenen Herbst hatte der Finanzinvestor Blackstone, der einen Sitz im Aufsichtsrat der Telekom hat, angeblich versucht, Zumwinkel zu einem Amtsverzicht zu bewegen – ohne Erfolg. Damals wies die Bundesregierung, die über die KfW knapp ein Drittel der Anteile an der Post hält, das Ansinnen des Finanzinvestors zurück.

Daran hat sich nichts geändert. Denn Bundesfinanzminister Peer Steinbrück stellt sich entschieden gegen Gerüchte, dass der Bund mit Blackstone die Auflösung des Vertrags von Zumwinkel betreibe. Da sei nichts dran, sagte ein Steinbrück-Sprecher dem Handelsblatt.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: „Vertrauensvolle Zusammenarbeit“

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