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19.06.2006 
Bill Gates Nachfolger

Bester Programmierer des Universums

von Jens Eckhardt

Der für 2008 geplante Rückzug von Microsoft-Gründer Bill Gates, 50, aus dem aktiven Geschäft wirft das Schlaglicht auf jene, die den Konzern künftig steuern sollen: Steve Ballmer, Ray Ozzie und Craig Mundie.

PORTLAND. Vorstandschef Steve Ballmer, 50, ist als ehemaliger Studienfreund der Letzte aus dem engsten Kreis der Gates-Vertrauten. In seiner Ungeduld, seiner Konfrontationslust und seiner leidenschaftlichen Fixierung auf Erfolg steht er Gates auch mit seinem Temperament am nächsten.

Ray Ozzie, ebenfalls 50, gilt als Programmiergenie und Technologie-Visionär. Er entwickelte das Lotus-Notes-Programm. 1995 übernahm IBM seine Firma Lotus Development. 1997 gründete er Groove Networks, die Programme für die Kommunikation zwischen Computern entwickelte. Im April 2005 schließlich schluckte Microsoft Groove.

Schon bald machte Ozzie durch ein Memorandum auf sich aufmerksam, in dem er warnte, dass Microsoft das eigene Geschäftsmodell völlig umstellen müsse, um im Internet-Zeitalter erfolgreich zu bleiben. Als Chief Software Architect erbt er jetzt den Titel von Gates, der ihn als „besten Programmierer des Universums“ bewundert.

Craig Mundie ist mit 56 Jahren der Älteste der neuen Führungsriege. Er trägt den Titel Chief Research and Strategy Officer. Bevor er mit 43 Jahren zu Microsoft kam, war er Gründer und Chef der Alliant Computer Systems Corp., eines Entwicklers von Supercomputern.

Im Gegensatz zur rastlosen Energie und aggressiven Ungeduld von Gates und Ballmer gelten sowohl Ozzie als auch Mundie als kühle und überlegte Typen, die im Arbeitsalltag vor Kollegen nur selten laut werden.

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