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11.11.2006 
Stipendien, Kredite, Bildungsfonds

Wer soll das bezahlen?

Wer als Deutscher zum ersten Mal die Studiengebühren eines guten MBA-Programms sieht, ist meistens eines: geschockt. Denn ein MBA an einer Top-Business School in den USA kann - Lebenshaltungskosten miteingerechnet - leicht über 100000 US-Dollar kosten. Auch ein guter MBA in Europa ist kaum unter 25000 bis 30000 Euro zu haben - astronomische Größen für deutsche Verhältnisse.

Angesichts solcher Summen ist mancher MBA-Interessent versucht, sich mit einem vermeintlich preisgünstigeren MBA insbesondere deutscher Anbieter zu begnügen. Doch das ist oft eine Milchmädchenrechnung. Denn nicht der MBA als Titel hat einen Marktwert, sondern nur der MBA einer bestimmten Schule. Und da zeigt es sich, dass sich gerade die vermeintlich zu teueren MBA-Programme finanziell, also in Form von Gehaltszuwächsen, eher rentieren als die "billigen". Wer richtig kalkulieren will, schaut also nicht die absoluten Investitionskosten an, sondern den "Return on Investment". Das heißt: Wie lange braucht man, um im zukünftigen Job die Investitionen wieder rauszuholen?

Damit ist natürlich noch nicht das Problem der Finanzierung gelöst. Doch auch hier sollten deutsche MBA-Absolventen umdenken. Vor allem in den USA, aber auch an den meisten führenden europäischen Business Schools gilt der Satz, dass niemand, der für das MBA-Programm qualifiziert ist, an der Finanzierung scheitern soll. So verlangen die führenden Business Schools zwar "astronomische" Studiengebühren, aber oft bekommen auch über die Hälfte der MBA-Studenten von oder über die Schule ein Stipendium ("scholarship"). Auch mit einer weiteren Vorstellung vieler deutscher MBA-Interessenten gilt es aufzuräumen: Wer bei einer Business School nach solchen Stipendien fragt, vermindert keineswegs seine Chancen bei der Bewerbung.

Neben solchen Business School-spezifischen Stipendien gibt es noch eine ganze Reihe weiterer, mit denen allgemein das Studium im Ausland unterstützt wird. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist hier eine gute Informationsquelle.


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