Die Experten liefern für diese Beobachtung nun aber ein wissenschaftliches Fundament. Sie werteten zahlreiche internationale Studien zur Arbeitsproduktivität aus und analysierten Statistiken beispielsweise aus der britischen Arbeitsmarktforschung. Die arbeitsreichsten Tage in Unternehmen sind danach der Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Zurück liegt der Montag, weit abgeschlagen auf dem letzten Platz der Freitag. Die Produktivität eines Mitarbeiters erreicht zur Wochenmitte den Höhepunkt, um gegen Ende der Woche auf einen Tiefpunkt zu fallen.
Welche Konsequenzen sollte diese Erkenntnisse für die Arbeitsorganisation haben? Um die Produktivität im Unternehmen zu steigern, so folgern die Wissenschaftler, müssten mehr Arbeitsstunden in der Wochenmitte geleistet werden – bis hin zur Vier-Tage-Woche mit entsprechenden Mehrstunden an diesen Tagen. Eine weitere Möglichkeit: Die Firmen versuchen durchzusetzen, dass alle nichtreligiösen Feiertage künftig immer auf einen Freitag fallen.
Beides erscheint vorerst utopisch – allerdings lassen sich aus den Ergebnissen durchaus Tipps für gutes Timing ableiten: Manager, die produktive Meetings mit vor Ideen sprühenden Mitarbeitern verlangen, sollte diese besser nicht auf Montag oder Freitag terminieren. Mittwochvormittag wäre ideal.
