Ergebnis: Wer für den Zukauf ausschließlich Bargeld auf den Tisch legte, dessen Aktienkurs stieg innerhalb des ersten Jahres durchschnittlich um 15,1 Prozent und nach zwei Jahren um 27,5 Prozent. Ausschließlich mit Aktien bezahlte Transaktionen schnitten schlechter ab: Hier lag die Kursveränderung nach einem Jahr bei Minus 2,1 Prozent und nach zwei Jahren bei 3,6 Prozent. Gemischtfinanzierte Fusionen und Übernahmen lagen zwischen den jeweiligen Werten.
Das ist aber nicht der einzige Zusammenhang, den die Autoren von KPMG und der Business School entdeckten. Ihre Daten zeigen: Übernahmen oder Fusion wurden am Aktienmarkt als besonders erfolgreich gewertet, wenn die beteiligten Unternehmen zuvor ein unterdurchschnittliches Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) hatten. Solche Firmen steigerten ihren gemeinsamen Wert binnen zwei Jahren nach der Transaktion im Schnitt um 42 Prozent. Fusionierende Firmen mit dem höchsten KGV legten in dem Zeitraum nur um 6,6 Prozent zu.
Fazit der Autoren: Firmen, die am Aktienmarkt überbewertet sind und ein hohes KGV haben, neigen zu riskanten Deals. Diejenigen mit niedrigem KGV agieren bei Fusionen behutsamer und weniger riskant. Wenn die Unternehmen zudem noch bei der Finanzierung eher auf die Bargeld-Komponente setzen, wirkt dies wie eine weitere Risikobegrenzung: Sie laufen dann weniger Gefahr, überteuert einzukaufen und dafür später an der Börse abgestraft zu werden.
