In der ersten Phase eines Geschäfts wird die Position bestimmt, langfristige – und vage – Ziele werden formuliert. Hier sollten Manager mehr die strategische Brille bei ihren Entscheidungen aufsetzen. Auch in der zweiten Phase, wenn Innovationen vorangetrieben werden und der Markt aufgebaut wird, sollten Investitionsrechnungen eine untergeordnete Rolle spielen.
Anders in der dritten und vor allem der vierten Phase: Hier sei die Brille des Finanzmarkts mit all seinen Berechnungsmodellen, Forderungen und der reinen Wertorientierung hervorragend als Maßstab für das Handeln geeignet. Denn die Manager müssen nun das Wachstum bewältigen und schließlich im reifen Markt den Ertrag des Geschäfts optimieren.
"Die Kunst der Führung besteht heute darin, die Phasen einer Unternehmung oder ihrer Teile zu koordinieren“, schreiben die Autoren. Ihr Modell soll Entscheidungshilfe sein, wenn Chefs wieder einmal die Advokaten beider polarisierender Führungskonzepte im eigenen Unternehmen unter einen Hut bringen müssen. Das allerdings dürfte ihnen selbst mit dem schön klingenden „Vier-Jahreszeiten-Zyklus“ auch künftig schwerfallen.
